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XING, LinkedIn: Vorteile der Businessnetzwerke #BarCampDUS

XING und LinkedIn - Infografik von Lars Hahn

XING und LinkedIn – Infografik von Lars Hahn

„Starke Nutzer von Social Media sind nicht auf LinkedIn und XING aktiv“.

Spätestens seit der Ankündigung von Karrierebibel-Gründer Jochen Mai, XING-Premium zu kündigen und der sehr radikalen Entscheidung von Facebook-Buchautorin und Bloggerin Annette Schwindt, XING komplett zu verlassen, hatte sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass viele Trendsetter und Influencer sich diesen grauen Mäusen unter den sozialen Netzwerken kaum noch zuwenden. Und nun auf einem BarCamp über die Businessnetzwerke XING und LinkedIn zu sprechen, wo sich dort die besonders engagierten Nutzer der sozialen Netzwerke treffen? Die, die lieber bloggen, twittern, facebooken, plussen?

BarCamp goes Business

Spannend, was dann auf dem BarCamp Düsseldorf geschah. Denn Business nahm Raum ein auf diesem BarCamp.

Lag es am Ambiente, das uns der Online-Bereich der Rheinischen Post rponline sponsorte: Businesslike und vornehm?

Lag es daran, dass Organisator Stefan Evertz bereits vorher angekündigt hatte, sich dem Thema BarCamps in Unternehmen zuzuwenden?

Oder liegt es schlichtweg daran, dass gegenüber den Businessnetzwerken ernüchterte Sachlichkeit eingetreten ist (auch Annette ist jetzt wieder als Basis-Mitglied bei XING)? Nach meinem Empfinden lag es an allen drei Aspekten.

Die grauen Mäuse XING und LinkedIn in einer BarCamp-Session

Und so hielt ich dann eine Session zum Thema „XING und LinkedIN, was bringen Euch die Businessnetzwerke?“. Mit der Frage wollte ich unter anderem rausbekommen, ob denn nun die Aktivität der besonders Aktiven in diesen Businessnetzwerken gen Null tendiert, oder ob XING und LinkedIn nicht vielmehr nüchtern genutzt werden. Neben einem Kurzabriss über grundlegende Merkmale der Businessnetzwerke und News bei XING gab’s dann auch eine ergebnisorientierte Diskussion über den Nutzen von XING und LinkedIn (wobei letzteres demnach eher ein Schattendasein fristet).

Wichtigste Botschaft: Auch die grauen Mäuse werden von engagierten Social Media Nutzern sehr wohl genutzt.

5 Vorteile von Businessnetzwerken

Denn die Vorteile werden sehr wohl gesehen. Die wichtigsten fünf zusammengefasst:

  1. XING- und LinkedIn-Profile ermöglichen viel solidere Informationen über Businesshintergründe von Menschen als Facebook, Google Plus, Twitter und Co.
  2. XING-Unternehmensprofile bieten gewissermaßen das gesamte Organigramm eines Unternehmens nebst den dazugehörigen Menschen plus informelle Strukturem (wer ist mit wem verbunden).
  3. In XING und LinkedIn werden Personenkreise erreicht, denen man bei Facebook, Google Plus, Blog und Twitter kaum begegnen kann. „XING ist Social Media für Social Media Skeptiker.“
  4. In XING und LinkedIn kann und darf ich in Statusmeldungen, eigenen Gruppen und Events werblicher sein, als ich es bei Facebook und Twitter sein kann.
  5. XING und LinkedIn eignen sich mehr für die aktive Jobsuche und das Business-Netzwerken, als Facebook und Co. Und sie eignen sich zum Vorbereiten von Systematisch Kaffeetrinken.

Schöne Beispiele über gefundene Jobs durch XING über Neukundengewinnung rundeten die Session ab.

Fazit: XING und LinkedIn werden sachlich und nüchtern genutzt. Die Businessnetzwerke werden durchaus als soziale Netzwerke anerkannt. XING ist eben doch ein soziales Netzwerk. Die Vorteile werden sehr wohl gesehen, gleichwohl meint der eine oder die andere, die Nutzung von XING noch ausbauen zu wollen. Das finde ich gut!

XING und LinkedIn und Sie?

  • Wie ist es bei Ihnen?
  • Nutzen Sie XING und LinkedIn?
  • Können Sie von konkreten Erfolgen durch die Businessnetzwerke berichten?

P.S. In der vervollständigten Präsentation gibt’s auch alle Ergebnisse der Diskussion und ein paar Zahlen:

P.S. Ein großer Dank geht an die Organisatoren und an die Sponsoren: rp-online.de, simyo, DocMorris, Seitwert.

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von ‚Systematisch Kaffeetrinken‘ und Social Media Enthusiast. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der „LVQ Weiterbildung gGmbH“ beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

Autor: Lars Hahn

Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken'. Hier persönlich. Sonst CEO @LVQ_Bildung. Bloggt über Recruiting, Karriere, Arbeitsmarkt, Weiterbildung, SocialMedia und vieles.

20 Kommentare

  1. Lars, sehr schön gemacht.

    Was Annette Schwindt angeht, scheinen wir ganze Arbeit gemacht zu haben. Jedenfalls erinnere ich mich, dass sie sich aufgrund einer Diskussion auf G+ am 9/11 – 2012 wieder bei XING angemeldet hat. Was Jochen Mai angeht, glaube ich, dass er mit seiner Einschätzung zu den Grauen Mäusen ein persönlich-privates Votum abgegeben hat. Daher bin ich besonders gespannt auf seinen Beitrag in #DasDritteBuch 😉

    Antworten
      • Sehr eindrucksvoll! Allerdings halte ich die Seite 4 Deiner Slide für sinnvoller. Vor allem, da seit Verkündung der 4 Mio. LinkedInmitglieder im September bereits 200.000 Neue hinzugekommen sind.

        Bei gleichbleibendem Wachstum von XING der letzten Quartalsergebnisse dürften dort 140.000 hinzugekommen sein.

        Habe übrigens meine Zahlen aus September (KW35 – KW42) http://bit.ly/12SOUPN bezüglich des Wachstums von HR & „Social Media“ Mitgliedern wieder überarbeitet. LinkedIn wächst echt rasant.

        „Human Resources“ OR Recruiting:

        +244 XING-AT (+1,9%)
        +342 LinkedIn-AT (+8,6%)
        +443 XING-CH (+2,3%)
        +1.425 LinkedIn-CH (+7,1%)

        „Social Media“

        +252 XING-AT (+5,2%)
        +761 LinkedIn-AT (+10,6%)

        Für Deutschland ist es zu aufwändig, dies auszuwerten. Im September waren es:

        89.528 HR.ler bei XING
        31.676 HR.ler bei LinkedIn

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        • Deine Statistiken sind wie immer noch eindrucksvoller. LinkedIn wird aber noch Zeit brauchen, um XING einzuholen. Denn gefühlt ist die Aktivität der meisten LinkedIn-User hierzulande eher schwach.

          Vielleicht trifft ja auch eher das zu, was aus Slide 3 folgen könnte: Die große blaue Kugel öffnet ihr Maul und schnappt zu.

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  2. Hallo Lars,
    bevor ich XING aufgeben würde, müsste schon noch einiges passieren. Hier halte ich den Kontakt zu Menschen, die andere Kanäle nicht bzw. nur privat nutzen. LinkedIn ist noch kein vollwertiger Ersatz. Ich weiß nicht, was Jochen Mai da geritten hat. Fakt ist, dass ich gerade die Entscheider in der deutschen Industrie (ja, den berühmten Sekundärsektor gibt es auch noch, nicht nur die Dienstleister) selten über LinkedIn und schon gar nicht über Facebook oder Twitter erreiche. Hier ist XING der Kanal der Wahl.
    Beste Grüße, Helge

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  4. Bislang fand ich die Kommentare doch sehr dürftig. Es macht bei mir noch nicht „Xing“ um da mit zu machen. Was ist denn wirklich die Arbeit nach dem Beitritt? Muss ich da täglich ran und Neues von mir geben, bzw. über andere lesen? Wer gibt mir Laut?!

    Danke im voraus. Hans-Jörg

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    • XING ist gerade dafür bekannt, dass man mit wenig Aufwand eine professionelle Präsenz hinbekommt. Tägliche Pflege ist nicht notwendig.

      Bei XING ist eine relativ passive Nutzung im Sinne einer „virtuellen Visitenkarte“ durchaus sinnvoll. Dann muss wenig getan werden.

      Ich empfehle jedoch, XING durchaus als Schweizer Messer des Netzwerkens zu nutzen. Aktive Nutzung erfordert naturgemäß mehr Aufwand. Bietet aber auch Möglichkeiten.

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