Artikelformat

Arbeitswelt Deutschland. Außenbrille und Innensicht. #wiphh

WIPHH-Wert-der-ArbeitDeutschland ist vorn bei der Digitalisierung?

Trendsetter für die Arbeitswelt der Zukunft?

Glauben Sie nicht!

Glauben Sie nicht?

Na dann lesen Sie, wie der Blick durch die Außenbrille die Perspektive verändern kann.

Digitalisierung ist mehr als nur Kommunikation

„Germany is ahead of the pack!“ erklärt Speaker und Ökonom Jeremy Rifkin. Und meint damit, dass Deutschland eine führende Rolle beim Übergang vom Kapitalismus alter Schule in die Arbeitswelt der Zukunft haben wird – oder gar hat!

Er liebe den Anblick von Windmühlen, wenn er durch Deutschland führe, sagt der US-amerikanische Ökonom bei seinem Vortrag. Es sei das Symptom dafür, dass Deutschland in vielen Bereichen weiter sei, als andere Länder. Die Dezentralisierung von Energie und die Bürgerbeteiligung sei fortschrittlicher.

Und auch in der Digitalisierung sei Deutschland in Teilen vorn, denn: Das Internet der Dinge hätte neben Kommunikation – wo die USA tatsächlich federführend seien – noch zwei weitere Aspekte nämlich Energie und Logistik.

Die von oben verordnete Industrie 4.0 meinte er wohl weniger dabei, als die aktive Beteiligung der Bürger, eben der Menschen bei der Veränderung im Energie- und Umweltbereich.

Deutschland könnte mit seinem Vorsprung in diesen Feldern die anderen mitziehen. Sprach gar von Leadership, was ja in Deutschland doch arg vorbelastet ist.

So hatte ich das noch gar nicht gesehen. Deutschland-skeptisch geprägt, wie ich bin, durch Medien, Mit-Mäkler, Mit-Deutsche. Gebranntes Kind: Internet-Skepsis, Digitalisierungs-Zweifel allenthalben.

„Germany is ahead oft he pack!“ sagt da einer!

#Außensicht.

#Erfrischend.

#Schmeichelhaft.

Arbeitswelt durch die deutsche Brille

Ganz anders Thomas Sattelberger, Ex-Telekom-Personalvorstand, aber seit längerem Kronzeuge eines Reformbedarfs im deutschen Management. Deutschland sei im Hintertreffen, wenn es um die Veränderungen der Lebens- und Arbeitswelt gehe. Es hätte gegenüber anderen Ländern noch viel aufzuholen.

Zwar bezieht sich Sattelberger dabei vorwiegend auf die Führungsqualitäten von Managern in deutschen Unternehmen, die zwar nicht überzeugt seien, von dem was sie tun, aber eben so weiterhandeln würden. „70 Prozent der Mittelständler haben die Notwendigkeit der Digitalisierung noch nicht erkannt.“

„Weiter so!“ als typisch deutsche Tugend. Kenne ich alles. Denke ich eigentlich täglich. Lese ich auch überall und höre es in den Nachrichten.

#Innensicht.

#Ernüchternd

#WenigerSchmeichelhaft.

Blick durch die Außenbrille erfrischt

Was dürfen wir daraus lernen? Die Außenbrille – der Blick von außen – gibt eine völlig andere Sicht. Hebt einen mal raus aus der gewohnten Perspektive und inspiriert zu querem Denken. Und dabei gibt es sogar drei Möglichkeiten durch die Außenbrille zu blicken:

Jemanden mit Außenbrille draufschauen lassen

Sie kennen das auch: Wenn Sie in einer Sache drinstecken, werden Sie betriebsblind. Jeremy Rifkin hat den erfrischenden Außenblick auf Deutschland. Vielleicht brauchen Sie mal jemanden, der von außen auf Ihre Arbeit, auf Ihre Karriere schaut. Jemand mit Außenbrille.  

Mal selbst mit Außenbrille auf die eigene Sache schauen

Kennen Sie auch: Wenn Sie im Ausland in Urlaub waren, sieht es zu Hause ganz anders aus. Wenn Sie mal von einer Konferenz zurück ins Büro kommen, haben Sie frische Energien. Also: Mal rausfahren und selbst die Außenbrille aufsetzen. 

Die Außenbrille mit in den Alltag nehmen

Und auch das kennen Sie: Mitten im Alltag halten Sie inne und fragen sich „Was tun wir hier eigentlich gerade?“. Macht es wirklich Sinn, was hier gerade geschieht? Sozusagen die Außenbrille im eigenen Alltag einfach aus der Tasche zücken

Work in Progress – Bewegung durch die Außenbrille #wiphh

Der Kongress „Work in Progress“ mit dem durch XING mitorganisierten NewWorkDay in Hamburg bot übrigens genau die Außenbrille, Typ 1 und 2. Wieso, das brachte Olaf Scholz, erster Bürgermeister Hamburgs bereits frühmorgens auf den Punkt: „Über die Zukunft der Arbeit muss man reden … Ein Ende der Arbeit steht nicht bevor.“

Neben inspirierenden Vorträgen und Panels über die Arbeitswelt von morgen waren es natürlich auch die Gespräche beim Kaffee: Neue Perspektiven und Blickpunkte. Nonstop Außenbrille quasi.

Wenn Sie Lust haben, schauen Sie doch durch die Brille unter den Twitter-Hashtags:

#NewWorkDay

#wiphh

Und dann noch Sascha Lobo „Wir nennen es Arbeit – auch noch ein Jahrzehnt später“. Aber das ist schon Futter für ein weiteres Thema …

P.S.: Weiter geht die Diskussion übrigens schon bald auf dem New Work Space am 24.04. und 25.04. in den Design Offices in Hamburg. Mit dabei sind unter anderem Svenja HofertSilke Luinstra vom Film Augenhöhe und Jochen Mai von Karrierebibel.de. Ach, und weil es so spannend ist, werde ich auch dort sein.

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von ‚Systematisch Kaffeetrinken‘ und Social Media Enthusiast. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der „LVQ Weiterbildung gGmbH“ beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

Autor: Lars Hahn

Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken'. Hier persönlich. Sonst CEO @LVQ_Bildung. Bloggt über Recruiting, Karriere, Arbeitsmarkt, Weiterbildung, SocialMedia und vieles.

7 Kommentare

  1. Lars is ahead of the Blogger pack… da warst du mal deutlich schneller als ich. Prima, und in der Tat interessant diese doch sehr gegensätzlichen Perspektiven. Sind wir Deutschen zu kritisch? LG Svenja

    Antworten
    • Ich glaube tatsächlich, optimistische Grundhaltung plus kritische Würdigung würde uns gut tun. Empfinde das aber eher umgekehrt, erst mal kritisieren. Und wenn dann noch was übrigbleibt, kann man ja mal ne Prise Optimismus ausstrahlen.

      Antworten
  2. Pingback: Weg mit Hierarchien, nieder mit den Entscheidungsexekutoren, her mit staatlicher Sicherheit! Die wichtigsten Thesen des New Work Day | MAGAZIN & AKADEMIE für Karriere und Zukunft

  3. Spannender Artikel, der zeigt, wie wichtig der Blick von außen auf unser Land, unsere Gesellschaft aber auch und selbst ist. Ich frage mich, ob es nicht auch unser Streben nach Perfektion und des immer besser werden Wollens ist, dass wir so wenig auf unsere Erfolge und das Gute schauen?

    Antworten
  4. Pingback: #newwork - kann auch ganz schön alt sein! - hzaborowski

  5. Pingback: Frohe Ostern! Wir sehen uns im New Work Space! #Tipps - Systematisch KaffeetrinkenSystematisch Kaffeetrinken

  6. Pingback: Rückblick auf den #NewWorkDay und 3 Erkenntnisse für die Arbeitswelt von morgen › LVQ. Karriere-Blog

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.