Artikelformat

Beruf Social Media Manager? Ein Offline-Job! Plus #Tipps & #Buchtipp

Erste Hilfe für Social Media ManagerSocial Media Manager arbeiten offline!

Offline?

Reden, telefonieren, Menschen treffen und ihnen in die Augen blicken!

Glauben Sie nicht?

Ist aber so!

Social Media Manager ist ein Offline-Beruf! Auch.

Natürlich treiben sie sich ständig im Internet rum. Smartphone obligatorisch. Nix mit 9 to 5-Job.

Allerdings …

Seit mittlerweile vier Jahren gibt’s drüben bei der LVQ die Weiterbildung zum Social Media Manager IHK. Anfangs stark belächelt. Mittlerweile etabliert und durchaus anerkannt. Viele unserer Absolventen arbeiten mittlerweile in spannenden Jobs als Social Media Manager in der beruflichen Praxis.

Natürlich beinhaltet das IHK-Konzept alle gängigen Social Media Plattformen. Aber nicht nur das: Es geht vor allen Dingen um Strategie, Konzepte und die Metaebene. Die Teilnehmer lernen, die Herausforderungen der digitalen Transformation von Unternehmen mit zu bewältigen und zu gestalten. Social Media Manager als echte Manager im Unternehmen. So ist das!

Viel Facebook, Blog, Twitter, Google, Youtube, XING und Co. Aber eben auch viel Strategie, Projektmangement etc.

Was mir auffällt:

Social Media Manager sind Netzwerker – zwangsläufig

Viele erfolgreichen Social Media Manager trifft man zwangsläufig irgendwann irgendwo im realen Leben. So völlig offline. Im eigenen Unternehmen – und viel unterwegs.

Sie netzwerken innerhalb ihres Unternehmens. Sie netzwerken draußen. Sie telefonieren mit Kollegen. Sie reden mit ihren Influencern. Sie besuchen Veranstaltungen (wie war gleich noch der Hashtag?). Sie treffen sich auf Konferenzen und Barcamps.

Und sie reden! Und trinken meistens viel Kaffee (alternativ auch Tee).

„Erste Hilfe für Social Media Manager“ – #Buchtipp

„Nur nicht verrückt werden“, rät Social Media Managerin Anett Gläsel-Maslov den Kolleginnen und Kollegen ihrer Berufsgattung. Im Buch „Erste Hilfe für Social Media Manager“ gibt sie gemeinsam mit insgesamt sieben Co-Autoren wie Corporate-Blog-Spezialistin Meike Leopold und Storymaker Björn Eickstädt Tipps, Rezepte und Best Practises für den Unternehmensalltag. Erfolgreiche Praktiker beschreiben, was sie aus ihrer Arbeit für Erkenntnisse ziehen. Strategie, Prozessmanagement, Rahmenbedingungen, Berufsalltag, Interne Kommunikation, Zusammenarbeit mit Dienstleistern, Mitwirkung der Mitarbeiter – praktische Themen für Social Media Manager.

Das Buch habe ich an einigen langen Nachmittagen konsumiert, von Anfang bis Ende. Danach einiges markiert und mit Lesezeichen versehen. Wieder mal ein lohnendes linieares, analoges Buch für ein digitales Thema, das sich lohnt.

Beruf Social Media Manager: Reden, Fragen, Überzeugen

Auffallend und bezeichnend: Durch alle Kapitel und Beiträge zieht das Thema Kommunikation. Social Media Manager reden, befragen, koordinieren, überzeugen und das bisweilen erstmal offline, bevor es überhaupt an die Plattformen geht.

Co-Autorin Anett Gläsel-Maslov, die ich bereits vor einigen Jahren während ihrer Weiterbildung zur Social Media Managerin IHK bei uns kennenlernen durfte, beschreibt das für mich als Prototyp für das Offline-Pflegen von Beziehungen:

„Sehen Sie sich als Teil des Ganzen. … Social Media ist ein Geben und Nehmen. … Werden Sie ansteckend: Veranstaltungen sind ein Geschenk! … Sie lernen Follower persönlich kennen, können sich mit Ihnen gut vernetzen und eine gute Beziehung herstellen.“

Im gesamten Buch nimmt die Kommunikation nach innen ins Unternehmen einen hohen Stellenwert ein. „Wenn Mitarbeiter zu Markenbotschaftern werden“ davon schreibt Jan-Paul-Schmidt. Meike Leopold hingegen nimmt „das Unternehmen mit auf die Reise“ und betont die Bedeutung der internen Kommunikation für die Aufgaben und den Erfolg von Social Media Managern.

Erst anschließend geht’s an die öffentliche Umsetzung und an Plattformen. Dann aber operativ plus glaubhaft, kompetent und strategisch. Denn natürlich sollten Social Media Manager die Tools beherrschen, die gängig sind. So wie ein Senior Sales Manager das Telefon bedienen können sollte, sollte auch ein Profi-Social Media Manager oder Berater zeigen können, wie Twitter geht. Sage ich!

Und zum Abschluss gibt’s meine 7 Tipps, die ich von Social Media Kollegen, die mir alle schon mal offline begegnet sind, erhielt:

7 Tipps für eine erfolgreiche Offline-Social Media Arbeit von Social Media Managern:

  1. Schauen Sie unbedingt auf BarCamps vorbei. Sie lohnen sich zum Netzwerken, zum fachlichen Austausch, zur eigenen Weiterbildung und zum gemeinsamen Lernen.
  2. Besuchen Sie Social Media Konferenzen wie die republica und vergleichbare Formate.
  3. Greifen Sie öfter zum Telefon! Jaaaa. Ihr Smartphone können Sie sogar zum Telefonieren nutzen.
  4. Besuchen Sie Ihre Timeline-Fellows, wenn Sie mal auswärts sind. Gehen Sie Systematisch Kaffeetrinken, Mittagessen oder gar spazieren mit Influencern, Followern oder virtuellen Freunden. Offline fühlen sie sich beim ersten persönlichen Treffen oft an wie alte Freunde.
  5. Netzwerken Sie mit Ihrer Twitter-Timeline und treffen Sie sie zum Beispiel beim Twittwoch.
  6. Identifizieren Sie Influencer Ihrer Branche und Ihres Themas. Gehen Sie mit Ihnen in den wertschätzenden Dialog. Online und dann auch offline.
  7. Bonustipp: Identifizieren Sie auch ihre unternehmensinternen Influencer und umsorgen Sie sie.

Und jetzt Sie!

Wie lauten Ihre Tipps für die erfolgreiche (Offline-)Arbeit als Social Media Manager?

P.S. Disclaimer: Eigentlich ist „Beruf Social Media Manager“ mittlerweile schon nicht mehr ganz passend. Besser wäre angesichts von Arbeit 4.0 eher „Manager für digitale Transformation“ oder gar CDO, Chief Digital Officer, wie ihn Kerstin Hoffmann in ihrem Buch „Web oder Stirb“ nennt. Nun haben wir uns aber grad an den Begriff Social Media Manager gewöhnt, also pflegen wir ihn noch ein wenig.

Das Buch „Erste Hilfe für Social Media Manager“ wurde mir übrigens vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von ‚Systematisch Kaffeetrinken‘ und Social Media Enthusiast. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der „LVQ Weiterbildung gGmbH“ beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

Autor: Lars Hahn

Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken'. Hier persönlich. Sonst CEO @LVQ_Bildung. Bloggt über Recruiting, Karriere, Arbeitsmarkt, Weiterbildung, SocialMedia und vieles.

5 Kommentare

  1. Unterstützen Sie sich gegenseitig. Leiten Sie Suchen nach Job oder Unterkunft an ihr eigenes Netzwerk weiter. Netzwerke sind zum Netzwerken da.
    Verknüpfen Sie auch mal zwei Personen miteinander, die sich ihrer Meinung nach sehr gut gegenseitig unterstützen können. Solche Empfehlungen basieren bereits auf Vertrauen und sind Goldwert.

    Antworten
  2. Dass Social Media ein «Geben und Nehmen» ist, ist schon so oft gesagt worden, es ist längst zur «Binse» geworden. Aber warum, um alles in der Welt, berücksichtigen das so wenige? Warum ist die Masse auf SM-Plattformen nur konsumierend unterwegs? Warum nehmen, nach meiner Beobachtung, wiederum die meisten derjenigen, die aktiv sind und Beiträge verfassen und kuratieren, Kommentare gerne an, aber nur selten welche zurück? (Stichwort: «umsorgen») Braucht es dazu wirklich einen «Social Media Manager»?

    Dies nur als (hoffentlich) bedenkenswerte Anregung. Insofern sind meine Favoriten die Tipps 4, 6 und 7. Ansonsten kann ich alles unterstützen, was Lars Hahn zum Thema schreibt.

    Antworten
    • Danke Herr Last. Eine Antwort, die ich kürzlich erhielt, stimmt mich nachdenklich: „Dieses ganze Kaffee-Getrinke kostet doch viel zu viel Zeit. Die habe ich nicht.“
      Sagte jemand, der auf vier Twitter-Accounts gefühlt 50 Tweets am Tag sendet. Dafür hätte ich nun keine Zeit. 😉

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.