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Wie Sie Ideen in der Arbeitswelt wirksam umsetzen. Tipps für Mitarbeiter und Chefs. #ideenkommunizieren

Heureka

… Wer Ideen hat, sollte „Heureka“ rufen. Oder?!

Ideen?

Heureka!

Eine Idee!

„Ich habe es gefunden“

soll Herr Archimedes im alten Griechenland gesagt haben. In der Badewanne hatte er gesessen.

Heute hat man Ideen beim Duschen, beim Joggen, in der U-Bahn, beim Autofahren, vorm Einschlafen, im Traum, nach dem Aufwachen, während der Arbeit, beim Gärtnern, beim Schwimmen, beim Wandern, beim Reden, beim Schweigen, beim Essen und beim Kaffee. Wo noch?

Ideen in der „neuen“ Arbeitswelt

Gerade in der Arbeitswelt sind Ideen und Innovationen der Treibstoff für Entwicklung, Kreativität und Neues. Drum ist jedes Unternehmen gut beraten, die Vorschläge und Einfälle seiner Mitarbeiter zu fördern und ernst zu nehmen.

In Zeiten von NewWork, Teamarbeit und Arbeiten 4.0 gibt es ganze Ideenlabore und Ideenplattformen unterschiedlichster Art. Eine bekannte Form von Ideeninkubator ist zum Beispiel das BarCamp, in dem gemeinsames Lernen und Entwickeln von kreativen Ansätzen und Innovationen besonders gut gedeiht.

Ideen im Arbeitsalltag

Und doch: Nicht überall ist NewWork. Nicht überall ist Arbeiten auf Augenhöhe erwünscht. Und so kommt es,

  • dass vielerorts Chefs Ideen ihrer Mitarbeiter kleinreden – sie könnten ja Unruhe bedeuten.
  • dass Mitarbeiter Ideen ihrer Kollegen neiden und wegdiskutieren – sie könnten ja glatt Erfolg haben.
  • dass viele Menschen im Arbeitsalltag ihre Einfälle lieber für sich behalten – sie könnten ja belächelt oder bekämpft werden

Dabei ist eine gute Idee der Treibstoff für Innovation und Fortschritt. Die wiederrum sind Voraussetzung für langfristigen Erfolg des Unternehmens:

Heureka!

Also was tun, damit Ihre Ideen in der Arbeitswelt erfolgreich umgesetzt werden können?

Ich gebe in diesem Beitrag je 5 Tipps für das erfolgreiche Gelingen der Umsetzung von Ideen in der Arbeitswelt: 5 Tipps für Beschäftigte und 5 Tipps für Chefs.

5 Tipps, wie Sie Ihren Chef von Ihren Ideen überzeugen können

Haben Sie so einen Chef, der mit Skepsis an Ihre Einfälle rangeht? Sie gerne zerredet und zerpflückt? Für solch einen Chef gelten meine Tipps besonders:

  1. Recherchieren Sie: Welche ähnliche Ideen gibt’s schon? Was sind die wichtigsten Zutaten für Ihre Idee? Welche Fallstricke könnten die Idee scheitern lassen?
  2. Erstellen Sie eine Skizze für Ihre Idee mit ersten Argumenten. Betrachten Sie sie als Ihr „Projekt“.
  3. Testen Sie Ihre Idee, indem Sie mit ausgewählten Kollegen, Kunden, Freunden drüber reden (gehen Sie dazu Systematisch Kaffeetrinken). Lassen Sie sich inspirieren und konstruktive Tipps und Hinweise in Ihre Idee einfließen.
  4. Betrachten Sie Ihren Chef als Kunden. Erforschen Sie, welche Bedürfnisse er hinsichtlich Ihrer Idee haben könnte. Präsentieren Sie Ihre Idee wie ein Produkt für Ihren Chef. Würden Sie mit einem unfertigen Produkt an den Kunden gehen?
  5. Falls es Bremser gibt: Bleiben Sie dran! Lassen Sie sich nicht von der ersten Hürde ausbremsen. Glauben Sie an Ihre Idee!

5 Tipps für Chefs, wie Sie Ideen in Ihrem Umfeld gedeihen lassen

Seit mehreren Jahren bin ich selber Chef. Für mich ist das ein permanentes Übungsfeld und ich bin darin alles andere als perfekt. Dennoch habe ich für mich Erkenntnisse und einen Anspruch, wie ich mit Innovationen und Impulsen von Mitarbeitern idealerweise umgehen möchte. Daraus formuliere ich hier meine 5 Tipps für Chefs, wie Sie Einfälle und Vorschläge Ihrer Mitarbeiter gedeihen lassen:

  1. Fördern Sie Ihre Mitarbeiter dabei, aktiv bei Innovationen mitzumachen. Kollegin Barbara Simonsen nennt das Beteiligungskultur.
  2. Schaffen Sie ein gutes Arbeitsklima. Es muss ja nicht immer gleich „feelgood“ sein, aber ein Klimawandel im Betrieb kann Wunder bewirken, wie Bernd Slaghuis weiß.
  3. Wie wäre es, Ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe zu begegnen und sie zur Formulierung ihrer Vorschläge und Einfälle zu ermutigen? Haben Sie Mut zum Hinhören: Geben Sie sich Zeit und Raum, die Ideen Ihrer Mitarbeiter rauszuhören aus dem Informations-Wust des Alltags.
  4. Schaffen Sie aktiv (Frei-)Räume, Plätze, Prozesse, Zeit und eine perfekte Arbeitsumgebung für Innovationen. Gerade im operativen Alltag bleibt oft wenig Raum für Kreativität (kenn ich, kenn ich, kenn ich!). Genau Kreativität ist jedoch Voraussetzung, damit Ideen gedeihen können.
  5. Ach und wie wäre es mit einer Fehlerkultur? Denn nur wer auch scheitern darf, kann Ideen mutig formulieren und entwickeln?

Und Sie?

Welche Tipps fallen Ihnen dafür ein, damit Ideen in der Arbeitswelt gedeihen können?

Schreiben Sie sie in die Kommentare oder gleich als Blogbeitrag zur Blogparade von Henryk Lüderitz!

Talent-Profi Henryk Lüderitz stellte übrigens die Frage in seiner Blogparade #ideenkommunizieren: „Welche Tipps könnt Ihr geben, damit Chefs von Innovationen überzeugt werden?“. Dieser Artikel ist mein Beitrag dazu. Die Blogparade geht übrigens noch bis zum 31.12.2015.

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von ‚Systematisch Kaffeetrinken‘ und Social Media Enthusiast. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der „LVQ Weiterbildung gGmbH“ beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

Autor: Lars Hahn

Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken'. Hier persönlich. Sonst CEO @LVQ_Bildung. Bloggt über Recruiting, Karriere, Arbeitsmarkt, Weiterbildung, SocialMedia und vieles.

5 Kommentare

  1. Lieber Lars,

    Danke für den Hinweis auf Henryks Blogparade, die hatte ich noch gar nicht gesehen.
    Ich habe ja auch mal angefangen ein paar Ideen zusammenzutragen… allerdings eher als eine Art Selbstbedienungsladen, denn als gut strukturierte Liste, wie bei Dir… Aber wer mag kann je dennoch mal bei http://s2bi.net vorbeischauen.

    Liebe Grüße
    Guido

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  4. Um seine Idee durchzusetzen, hilft auch:
    1. „konspirative Stabsarbeit“ = Umgehen Sie Verhinderer, indem Sie zu Meetings laden, wenn der Verhinderer Urlaub hat. Oder bauen Sie ein Netzwerk um Ihre Idee, um großen Zuspruch von Dritten zu erhalten und so Verhinderer auszubremsen.
    2. „Bratpfannen verkaufen“ (so nannte das mal mein Chef) = Lassen Sie die Idee mit kleinen Schritten langsam im Kopf des Chefs wachsen, so dass dieser am Ende glaubt, es sei seine Idee. Dabei helfen auch Alternativoptionen, die eigentlich keine Chance haben. So bleibt Ihre Idee als „alternativlos“ übrig.

    Antworten
  5. Ein sehr hilfreicher Artikel zum Thema Innovationenmanagement. Meiner Ansicht nach sollten sich besonders die Chefs an die von Ihnen aufgestellten Tipps halten. Denn erst, wenn dieses Umfeld geschaffen ist, können Mitarbeiter ihre Ideen ausarbeiten und schließlich ohne Angst vortragen. Leider gibt es noch viel zu viele Unternehmer, die sich sehr stark gegen Veränderungen wehren und dadurch das Potenzial ihrer Mitarbeiter verkennen und diese schließlich verlieren.

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