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Bloggen ohne Blog? Besser als nix! #bloggenohneblog

Bloggen ohne Blog

… Bloggen ohne Blog: Liest das jemand?

Sie wollen sich waschen, ohne sich völlig nass zu machen?

Online Texte schreiben, ohne ein eigenes Blog zu betreiben?

Wollen Sie das wirklich?

Dann könnte „Bloggen ohne Blog“ etwas für Sie sein.

Wie jetzt?

Bloggen ohne Blog?

Waschen ohne Wasser?

In diesem Beitrag zur Blogparade #bloggenohneblog von Meike Leopold schreibe ich, wann es sinnvoll sein könnte, gelegentlich auf einer externen Plattform zu publizieren, ohne ein eigenes Blog zu betreiben und was man dabei beachten sollte.

Bloggen ohne Blog – Bloggen für Nicht-Blogger

Möglicherweise möchten Sie nur gelegentlich Texte als Arbeitsproben im Web platzieren und damit ihre Reputation erhöhen. Oder Sie wollen gelegentlich zu bestimmten Themen Stellung beziehen. Oder Sie haben einfach das Bedürfnis mal etwas öffentlich zu schreiben.

Auf keine Fall möchten Sie ein eigenes Blog betreiben, weil

  • Ein eigenes Blog zu aufwändig wäre?
  • Sie nicht garantieren können, regelmäßig was zu publizieren?
  • Bloggen einfach uncool finden?

Falls Sie also gelegentlich etwas im Web publizieren wollen – ganz gleich ob als Einzelperson oder (Klein-)Unternehmen*, dann veröffentlichen Sie eben außerhalb auf einer der mittlerweile etablierten Publishing-Plattformen wie Medium oder LinkedIn-Pulse. Bloggen ohne Blog. Bloggen für Nicht-Blogger. Besser als nix!

Funktioniert in der Regel einfach, ohne technischen Aufwand und relativ risikolos. Und sonst: Es gelten die Spielregeln und Gesetze des Veröffentlichens im Web oder in Social Media. Ach, der Kollege Christian Müller schrieb kürzlich bei bloggerabc.de auch darüber.

ABER ACHTUNG: Sie platzieren Ihren wertvollen Content immer außerhalb Ihres eigenen Hoheitsgebiets und unterliegen den oft wechselnden Bedingungen des jeweiligen Plattformanbieters. Die können bisweilen schon mal den Saft abdrehen, wie seinerzeit die Blogplattform Posterous und XING mit seinen Themen. Daneben gibt es noch andere Nachteile des „Auswärts-Bloggens“, über die ich an verschiedenen Stellen geschrieben habe, nämlich bei Medium „Bloggen für Nicht-Blogger“ und  hier im Blog „Gastbeiträge schreiben“.

Ok. Sie wissen jetzt um das Risiko.

Wollen aber trotzdem Bloggen ohne Blog?

Dann kommt jetzt meine Empfehlung.

Bloggen bei „Medium – Auf Deutsch“

Mein Favorit für die Plattformen für Nicht-Blogger oder Auswärts-Blogger ist eindeutig Medium.com. Die Publishing-Plattform ist seit mehreren Jahren auch in Deutschland am Start und bietet einfachste Bedienbarkeit in einem hochwertigen Umfeld. Hochwertig weil:

  • Medium schick aussieht
  • Bei Medium von einer Reihe namhafter Autoren publiziert wird
  • Medium lesenswerte Beiträge in Deutsch regelmäßig featuret.
  • Medium komplett öffentlich ist. Leser müssen sich nirgends einloggen.
  • Bei Medium bloggen Sie echt, nur eben ohne eigene Plattform.

*Liebeserklärung*: Wöchentlich schickt mir „Medium – Auf Deutsch“ die Leseempfehlungen der Woche. Eine Liste mit etwa drei bis sieben Artikeln, von denen regelmäßig Juwelen dabeisind, die ich sonst nie gelesen hätte, weil die Autorinnen und Autoren bis dato außerhalb meiner Filterblase agierten.

Also: Medium begutachten, „Medium auf Deutsch“ abonnieren und bei Bedarf dort veröffentlichen.

Alternativen fürs Bloggen ohne Blog neben Medium gibt’s übrigens wie gesagt mit LinkedIn-Pulse und Facebook-Notes (Nachteil: relativ geschlossen innerhalb der LinkedIn- bzw. Facebook-Welt).

Bloggen mit Blog – Die bessere Alternative

Die Frage „Erfolgreich Bloggen ohne eigenes Blog?“ von Meike Leopold können Gelegenheitsblogger möglicherweise mit „Ja“ beantworten.

Wer aber regelmäßig bloggen möchte, weil es ihn oder sie antreibt und das auch durchhält, hat mit einer eigenen Plattform noch immer gute Karten. Heimvorteil, eigene Webadresse und dauerhafte Verlässlichkeit.

Wer ein Corporate-Blog betreibt – ganz gleich ob als Freiberufler, KMU oder Konzern – kommt meines Erachtens um eine eigene Plattform gar nicht drum herum. Alles andere wäre fahrlässig, lenkt man doch die Besucherströme (so sie denn kommen) regelmäßig in anderer Leute Garten. Selbst mit unserem bescheidenen LVQ-Karriereblog halten wir es genauso.

Anders verhält es sich mit Gastbeiträgen, die der Netzwerkpflege, Reichweiten- und Reputationssteigerung dienen, über diese Thematik lesen Sie am Donnerstag mehr drüben im LVQ-Blog.

  • Und jetzt Sie!
  • Bloggen Sie außerhalb?
  • Nur oder ergänzend?

Wenn Sie wollen, machen Sie doch mit bei der Blogparade von Meike Leopold, noch bis zum 15.02. oder schreiben einfach etwas hier in die Kommentare.

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von ‚Systematisch Kaffeetrinken‘ und Social Media Enthusiast. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der „LVQ Weiterbildung gGmbH“ beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

Autor: Lars Hahn

Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken'. Hier persönlich. Sonst CEO @LVQ_Bildung. Bloggt über Recruiting, Karriere, Arbeitsmarkt, Weiterbildung, SocialMedia und vieles.

6 Kommentare

  1. Hallo Herr Hahn,

    kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, ohne eigenen Blog zu bloggen. Das ist ein wichtiger Punkt, dass man beim „Fremdbloggen“ nie weiß, wie lange es diese Plattform noch gibt. Bei Corporate Blogs bin ich auch der Meinung, dass es nur mit eigenem Blog geht.

    Freundliche Grüße
    Claudia Dieterle

    Antworten
    • Danke Claudia,

      Für Freiberufler muss ein Blog ja auch sein! 😉
      Es gibt aber ja viele Personen, die neben ihrem Hauptjob noch ein Thema angehen möchten. Da stellt sich schon die Frage, ob ich das auf Dauer durchhalte, oder nicht doch lieber auf Plattformen wie Medium oder LinkedIn Pulse schreibe.

      Liebe Grüße!
      Lars

      Antworten
  2. Pingback: Die Links aus dem Social Media Newsletter von heute (27.1.2016) - socialmedianewsletter.de

  3. Ich finde die Begründung keinen eigenen Blog zu erstellen, weil man sich das technische Know-How nicht zutraut, ist quatsch. Mittlerweile gibt es Websitebaukasten, die sowas fast von selbst machen und selbst WordPress ist keine Kunst.
    Die größte Hürde für viele angehende Blogger ist mMn. das pushen des eigenen Blogs. Viele wollen, dass ihre Blogs gelesen werden und springen dementsprechend früh davon ab, weil ihre Blogs einfach nicht an Popularität gewinnen. Ein Problem, das man mit Fremdblogs leider auch nicht schnell gelöst bekommt. Im Endeffekt gilt: wer einen interessanten Blog hat, wird gelesen.

    Apros pos interessanter Blog: dein Blog lese ich sehr gerne. 🙂

    Viele Grüße
    Berti

    Antworten
    • Danke für das Kompliment.

      Das stimmt: Technisch ist das heute wenig aufwändig ein Blog einzurichten, allerdings dennoch für viele eine metale Hürde. Viel wichtiger ist wohl, dass ein echtes Blog regelmäßige Pflege bedeutet.
      Btw: Wo ist denn Dein Blog? Habs auf der Webseite nicht gefunden. 😉
      Grüße!
      Lars

      Antworten
  4. Hallo,
    das ist mal ein interessanter Blickwinkel. Vielleicht ist das eine gute Möglichkeit, wenn man erst einmal sehen möchte wie die eigenen Beiträge ankommen.
    Auf der anderen Seite hat ein eigener Blog auch Vorteile. Die Technik dahinter ist auch kein Hexenwerk.
    Gruß
    Christian

    Antworten

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