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XING-Profil grottig oder nicht vorhanden? Schlechte Beispiele & gute Tipps

XING-Profil Lars Hahn

… Ein nutzbares XING-Profil ist schnell erstellt.

Ohne XING-Profil gute Geschäfte machen?

Das könnte Ihnen so passen!!!

Oje!

Ich weiß: Multiausrufezeichen sollte man grad in heutigen Zeiten nicht verwenden. Ist schlecht für die Reputation und den Blutdruck.

Bisweilen: Muss!

Deswegen:

In letzter Zeit hab ich mehrfach in Abgründe geschaut.

Nämlich in die Abgründe nicht vorhandener oder gar grottiger XING-Profile von Freiberuflern – speziell Beratern und Trainern. Kurioserweise gibt in dieser Kategorie besonders zwei Gruppen, die ihr XING-Profil nicht zu pflegen scheinen:

  • Die (fast) Offliner: „Ich brauche dieses Internet nicht!“
  • Die Hyper-Onliner: „XING ist mir zu profan und zu wenig Social Media!“

Mit diesem Beitrag werde ich zeigen, warum ein XING-Profil wichtig ist für die berufliche Reputation, dass es aber auch mit relativ wenig Aufwand zu optimieren und zu pflegen ist.

XING-Profil: Schlechte Beispiele

Ein paar Beispiele von worst practise haben mich fast verzweifeln lassen. Die zwei irritierendsten Exempel hab ich mitgebracht:

Bild 1: XING-Profil eines freiberuflichen Karrriereberaters für Executives und High-End-Professionals (!)

XING-Profil Karriereberater

Bild 2: XING-Profil einer Marketing- und Kommunikationsberaterin für den Kulturbereich (!)

XING Profil Marketingberaterin

Reputationsschäden durch schlechtes XING-Profil

Sie merken es.

Reputations-Gau!

Mit einem fehlenden oder gar grottigen XING-Profil schaffen Sie sich einen 100-prozentigen Reputationsschaden! Gilt für die Offliner wie Onliner gleichermaßen. Ein paar kritische Faktoren vielleicht:

1. XING bei Google

Ihr subobtimales oder gar grottiges XING-Profil steht bei Google eventuell ganz oben (wenn Sie nicht „Mein Profil darf in Suchmaschinen auffindbar sein.“ deaktiviert haben).

2. Vertrauensschaden durch XING-Suche

Es gibt Menschen, die schauen bei Businesskontakten zuerst nach dem XING Profil: Mein erster Blick fällt bei potentiellen Geschäftspartnern neben der Webseite auf das XING-Profil. Stellen Sie sich vor: Für Ihren eher traditionellen Partner ist XING möglicherweise die einzig genutzte Social Media-Plattform. Wenn da nix ist oder nur Rudimente, verschwindet bereits sein Vertrauen in die Kompetenz des Partners.

3. Schlechte Reichweite bei fehlendem XING-Profil

Es gibt Menschen, die suchen bei XING tatsächlich nach Geschäftspartnern. Lars Hahn gehört zum Beispiel zur Gattung derjenigen, die XING für die Suche nach Kooperationspartnern/Mitarbeitern/Trainern nutzen. Andere tun das auch, für viele ist die erweiterte Suche ein Grund das Premium-Angebot von Xing zu nutzen. Wenn ausgerechnet Sie da nicht oder nur schlecht vertreten sind…

Selbst Sascha Lobo hat ein XING-Profil

Jetzt können Sie als wenig Online-Affiner einwenden: „Ich habe soviel zu tun, bin ausgelastet, XING habe ich nicht nötig.“

Naja, dann können Sie ja gleich noch Ihre Webseite abschalten.

Oder die Social-Media-Power-User sagen: „Ich bin bei Twitter, Facebook, Snapchat und mit eigenem Blog zu finden, da brauche ich kein XING-Profil!“

„Nööö! Falsch!“ kontere ich! XING ist für so manche die erste Anlaufstelle, um das geschäftliche Portfolio einer Person auf einen Blick zu scannen.

Naja, Sascha Lobos Profil sieht man auch an, dass er es nicht wirklich braucht. Aber wer ist schon wie Sascha Lobo?

Mensch! Ein gutes XING-Profil ist in wenigen Arbeitsstunden optimiert oder gar erstmalig brauchbar angelegt! Die Zeit sollte doch wohl noch drin sein.

So viele Tipps für das gute XING-Profil

Es gibt so viele Quellen mit Tipps und Begründungen für ein gutes XING-Profil, deshalb schenke ich Ihnen hier einfach eine Liste informativer Artikel und Beiträge im Netz, die auch Freelancern und viel beschäftigt Berufstätigen Tipps und Hacks für das Erstellen und Pimpen des XING-Profils geben.

Bonustipp 1: Wiedervorlage für’s XING-Profil

Wenn Sie XING und Co. nicht ständig besuchen wollen, tragen Sie sich doch einen dreimonatigen Serien-Termin in Kalender, an dem Sie XING, alle (Business-)netzwerke und vielleicht auch Ihren Twitter-, Google-Plus-Account einmal kurz checken! Ach, bei der Gelegenheit: hatten Sie nicht auch vor langem ein Konto bei Slideshare und Youtube ausprobiert, das Sie nicht weiter gepflegt haben?

Bonustipp 2: Profilspruch bei XING für Abwesenheitsmeldung nutzen

Sollten Sie XING nur gaaaanz selten nutzen wollen, schreiben Sie das in den Profilspruch. Etwa: „Hier bei XING bin ich sehr selten – sie erreichen mich schneller telefonisch unter 0161 – 9999999“. Das geht schnell und ist wirksam:

XING Profil-Spruch ändern

Und Sie?

Wann haben Sie das letzte mal Ihr XING-Profil gecheckt?
Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von ‘Systematisch Kaffeetrinken’ und Social Media Enthusiast. Als Geschäftsführer der “LVQ Weiterbildung gGmbH” beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

Autor: Lars Hahn

Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken'. Hier persönlich. Sonst CEO @LVQ_Bildung. Bloggt über Recruiting, Karriere, Arbeitsmarkt, Weiterbildung, SocialMedia und vieles.

6 Kommentare

  1. Sehr emotionale, leidentschaftliche Brandrede, sorry: Brandbeitrag. Und obwohl mir «Multiausrufezeichen» und Superlativisches («Reputations-Gau») gerne Pickel ins Gesicht treiben, in der Tendenz stimme ich dem Beitrag zu.

    Mehr noch: Wenn ich meine, irgendetwas nicht oder nicht wirklich zu brauchen (Beispiel: Sascha Lobo), dann sollte ich auch konsequent sein und es lassen. Ein Profil wie das des Internet-Irokesen signaliert genau das: Er braucht das nicht wirklich und behandelt es entsprechend schlampig. Und ich denke: «Gut zu wissen, dass er Dinge «halbbatzig» macht. Übrigens, ich muss nicht der Nächste sein, den er so behandelt.»

    Allerdings, die Schlussfrage «Wann haben Sie das letzte mal Ihr XING-Profil gecheckt?» ist auch für mich relevant. Mein Profil ist auch kein «Best-Practise-Beispiel». Ich weiss um die Defizite und habe vor, sie demnächst abzustellen. Und das schon seit mehr als einem Jahr. Denn ganz so leicht ist das Ganze eben doch nicht. Zumindest für die nicht, die bereits 80% (oder so ähnlich) erreicht haben.

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    • Danke für das Feedback, Herr Last.
      Herr Lobo hat immerhin XING-Premium, ein Foto und ist darüber erreichbar. Mehr hat der Sascha nun wirklich nicht nötig. 😉

      Ihr Profil find ich aber total o.k.
      Besser geht natürlich immer noch. Bei mir natürlich auch. Ich habe dann auch per PN einige Tipps nach diesem Artikel erhalten. 🙂

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  2. Ein leidenschaftliches Plädoyer, das ich gerne mit unterzeichne!

    In meiner täglichen Arbeit mit Job-Suchenden erlebe ich es vor allem bei Absolventen und high potentials, dass diese kein XING- (oder LinkedIn-)Profil haben. Oftmals verfügen diese Bewerber über kein umfassendes und schlagkräftiges Netzwerk, weswegen der (Anschluss-)Job aufgrund „Vitamin B“-Mangels ausgeblieben ist.

    Ich ermutige die Bewerber dann dazu, ein aussagekräftiges und ansprechendes XING-Profil zu erstellen – meist dauert es nur wenige Tage, bis die ersten ernsthaften Job-Offerten eintrudeln.
    Die Reaktion der Bewerber ist einhellig: „Wahnsinn, so schnell…“, „Das funktioniert ja wirklich…“, „Wenn ich das nur schon früher gemacht hätte…“ etc.

    Der Erfolg spricht dafür!

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  3. Pingback: Immer wieder TZonntags: Kooperation Influencer-Netzwerk, Website-Navigation, TourismusCamp 2017, Facebook Live, XING und LinkedIn » Tourismuszukunft

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