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Twitter ist live, schnell, rasant! 7 Twitter-Tipps #LoveTwitter

Twitter-Vogel

… Der Twitter-Vogel fliegt seit 10 Jahren

Twitter. Nachrichten in 140 Zeichen. Kurz. Prägnant. Und doch manchmal so schwer erklärbar.

„Was ist für mich Twitter?“

… Live-Events.

… Second-Screen.

… Content-Curation.

… Social Networking.

Live, Schnell, Rasant! #LoveTwitter“, wie Twitter zu seinem 10. Geburtstag nebst sehenswertem Video selbst formuliert:

Twitter ist nun also 10 Jahre alt und viele gratulieren, Lesenswertes unter anderem bei mobilegeeks.de, Sascha Theobald, Jörgen Camrath und Markus Beckedahl. Der Microblogging-Dienst, der so viel mehr ist als ein Kurznachrichtendienst, gehört damit schon längst zu den ältesten der sozialen Netzwerke.

Auch, wenn Twitter regelmäßig klein- oder gar totgeredet wird: Twitter ist immer noch live, lebendiger als viele andere soziale Netzwerke. Und anders als Facebook oder LinkedIn erreicht das Geschehen bei Twitter regelmäßig auch diejenigen, die gar nicht auf der Plattform angemeldet sind.

Mit über 300 Millionen aktiven und weiteren 500 Millionen „externen“ Nutzern weltweit ist Twitter auch eines der größeren. Mittlerweile zwar von vielen neueren Netzwerken wie Instagram und Snapchat in Zahlen und „Gehypt-Werden“ überholt, hat Twitter doch seine Sonderrolle unter den sozialen Netzwerken erhalten, wenn nicht gestärkt: Twitter ist live. Twitter ist rasant. Twitter ist schnell.             

In meinem Beitrag zur Blogparade #Twitterundich von Brandwatch schreibe ich darüber, warum Twitter für mich eines der wichtigsten sozialen Netzwerke ist – weit vor Facebook, Instagram, XING, LinkedIn. Wieso ich Twitter nicht missen möchte. Für diejenigen, die mit Twitter noch nicht warm werden konnten, aber sich stets gefragt haben, wie man Zugang zu diesem 140-Zeichen-Dienst findet, gibt’s in diesem Beitrag 7 Twitter-Tipps, wie Sie zum Fan des Dienstes werden könnten.

Twitter und die Medien – Twitter ist live!

Es gibt Menschen, die erfahren etwas über Twitter aus der Tagesschau und Es gibt Menschen, die lesen bei Twitter etwas von der Tagesschau. Ich gehöre zur zweiten Gattung. Und Sie?

Seit dem 13.10.2010 ist auch @DerLarsHahn bei Twitter. Vom ersten Tag war ich verliebt in das Prinzip der Tweets: Kurznachrichten in 140 Zeichen. Das erfordert Reduktion auf das Wesentliche. Twitter ist „Butter bei die Fische“, wie man im Ruhrpott für Tacheles sagt.

Aber was Twitter für mich stets besonders gemacht hat: Twitter ist live.

Viele rückblickend historische Ereignisse der letzten Jahre habe ich aus Twitter erfahren. Viele Ereignisse habe ich per Twitter begleitend live erlebt, so zum Beispiel #JeSuisCharlie, #Fukushima, #BRAGER. Mit diesen für Twitter charakteristischen Hashtags (Schlagworten) wissen mittlerweile nicht nur Twitter-Insider etwas anzufangen.

Netzwerken per Twitter

Twitter ist für mich tatsächlich eines der tragfähigsten sozialen Netzwerke. Viele Menschen, denen ich bei Twitter folge, habe ich erst später im „Real-Life“ zum ersten Mal persönlich getroffen – oft bei gehashtagten Veranstaltungen, wie der re:publica oder verschiedenen Barcamps. Daraus haben sich häufig tragfähige Freundschaften oder Geschäftsbeziehungen ergeben. Man trifft sich regelmäßig, on- wie offline.

Twitter ist Netzwerken. Deswegen funktioniert Twitter auch erst richtig gut, wenn Sie Twitter zum Netzwerkaufbau nutzen – es sei denn Sie gehören zu den TOP 100 der Twittercharts wie Heidi Klum oder Mesut Özil.

Falls Sie nicht jedoch nicht in die Kategorie TOP 100 gehören, heißt es: Menschen online folgen und offline treffen. Dauerhafter Beziehungsaufbau. Erst dann erreichen Sie Sichtbarkeit und Reichweite mit Ihren eigenen Tweets.

Content-Curation

Die Verteilung und Reichweiten-Erzeugung von Blogbeiträgen – eigener, wie denen des Netzwerkes – funktioniert über Twitter häufig schneller und besser, als über andere soziale Netzwerke wie Facebook, LinkedIn, XING oder Google Plus.

Live: Event-Twittern

Das für mich Besondere an Twitter bleibt allerdings das Live-Twittern:

Twitter eignet sich wie kein anderes Social Network zur Verfolgung des Geschehens von Events zum Beispiel Wirtschaftskonferenzen, Kongressen, Kulturveranstaltungen, Messen. Vorausgesetzt es wird dort unter einem Hashtag getwittert. Für die Außenstehenden entsteht ein spezielles, authentisches Bild der Veranstaltung, für die Teilnehmenden ein paralleler Handlungsstrang bei Twitter.

Im Twitterstream einer Veranstaltung finden sich nicht nur Tweets mit Texten, sondern auch Bilder, Videos, Links zu (Blog-)Beiträgen und anderen Medien. Die Melange ergibt ein umfassendes Bild einer gut betwitterten Veranstaltung. Und wenn Tweets und Posts dazu in einem sogenannte Storify zusammengefasst werden, ist das auch für den außenstehenden Nicht-Twitterer nachvollziehbar.

Beispiele gefälligst?

Drei sehr unterschiedliche Storify-Beispiele zeigen, wie Twitter während einer Veranstaltung genutzt wurde und wie eine Dokumentation das Event nachträglich erlebbar macht:

#docitylights: Lichter der Großstadt begleitet von den Dortmunder Philharmonikern

#NextAct in Köln: Vernetzung, Kollaboration für die #NextEconomy

#ZP15: Fachmesse Zukunft Personal 2015 in Köln

#WorldCup: Eines meiner Highlights ist die Fußball-WM 2014.

Eine besondere Form des Event-Twitterns ist übrigens der „Second-Screen“. Twitter als Begleitmedium für Fernseh-Events. Bekanntes Beispiel in Deutschland ist #tatort. Spannend sind regelmäßig Fußballevents, die sich bei Twitter per Hashtag verfolgen lassen. Das legendäre 7:1 ist in der Twittergeschichte unter #BRAGER eingegangen. Übrigens: Das Video von Twitter zum #WorldCup macht auch für Nicht-Twitterer den Reiz von Live-Kommunikation erahnbar:

7 Twitter-Tipps, wie Sie bei Twitter aktiv mitmachen

Vielen fällt es schwer, in die Twitter-Welt wirklich aktiv einzutauchen. Zwar wird in einem Social-Media-Kurs oder auf Anraten von Freunden ein Twitter-Profil angelegt, ein paar Twitterern gefolgt, zwei, drei Tweets abgesetzt. Danach stellt sich aber bei manchen schnell Stillstand ein, was natürlich daran liegen könnte, dass statt eines Fotos noch das Ei zu finden ist und die Bio fehlt.

Falls Sie das mit dem Stillstand kennen und sich schon immer gefragt haben, was Sie eigentlich mit Twitter anfangen sollen und gerne mit der Plattform vertraut werden möchten, versuchen Sie es doch mal mit diesen 7 Twitter-Tipps:

  1. Reden Sie mit Ihnen persönlich bekannten Twitterern. Fragen Sie sie nach dem Charme von Twitter und lassen es sich während einer Live-Geschichte erklären. Schauen Sie dabei jemandem über die Schulter, der bereits leibhaftig und dauerhaft twittert.
  2. Arbeiten Sie sich in Twitter per anschaulicher Anleitung rein. Mein Favorit ist die Anleitung von Mr. Gadget Christoph Dernbach, die regelmäßig aktualisiert wird und laut vieler Newbies sehr verständlich in Twitter einführt.
  3. Gehen Sie behutsam beim Folgen vor: Anfangs lieber wenigen zu Ihnen passenden Twitter-Konten folgen, als sich einer Reizüberflutung aussetzen.
  4. Beobachten Sie, wie andere Twitterer, die zu Ihnen passen, sich verhalten und kopieren Sie das, was zu Ihnen passt.
  5. Nutzen Sie mit zunehmender Erfahrung Schritt für Schritt alle Features von Twitter, wie Listen, Herzchen, Retweets.
  6. Folgen Sie dem Hashtag eines großen Ereignisses bei Twitter, das zu Ihnen passt, wie einem Fußball-Länderspiel, einem Tatort oder einer Bundestags- oder Landtagswahl und lassen Sie sich von der Originalität und Vielfalt der Tweets überraschen.
  7. Besuchen Sie bewusst ein Event, bei dem aktiv getwittert werden wird, wie zum Beispiel die CeBIT, #CeBIT2016, die re:publica, #rpTEN oder ein Barcamp, z.B. #bcruhr9. Verfolgen Sie live den Twitterstream, tauschen sich mit Twitterern aus und twittern Sie mit.

Bei Twitter passt das in Sachen Social Media oft genutzte Gartenbeispiel eigentlich besonders. Wenn Sie Ihren Twittergarten verwildern lassen, bleibt eher Öde und Unkraut. Wenn Sie Ihr Twitter hingegen hegen und pflegen, gute Saaten setzen, dann erhalten Sie irgendwann tolle Früchte und eine gute Ernte. Sie sehen Sie manchmal nur zeitversetzt.

Und Sie: Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrem Twitter gemacht?

P.S.: Witzigerweise ist Twitter neben XING und LinkedIn das Netzwerk, was ist im Urlaub ausschalte. Vielleicht, weil ich dann selten schnell und rasant bin.

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von ‚Systematisch Kaffeetrinken‘. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der LVQ Weiterbildung gGmbH beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

Autor: Lars Hahn

Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken'. Hier persönlich. Sonst CEO @LVQ_Bildung. Bloggt über Recruiting, Karriere, Arbeitsmarkt, Weiterbildung, SocialMedia und vieles.

12 Kommentare

  1. Genau diese sieben Punkte finde ich genial und noch einen achten: ich liebe die 140 Zeichen. In der Kürze liegt Würze, sie erlaubt deutlich mehr, lässt kein Geschwurbel zu, will man denn etwas aussagen.
    Außerdem teile ich anderer Leute Beiträge viel lieber auf Twitter als bei Xing oder Facebook. Muss mal in mich gehen, woran das wohl liegt.

    Antworten
  2. Word! Besser könnte ich es schon gar nicht mehr beschreiben und spiegelt genau das wieder, was ich auch für Twitter empfinde, bzw. warum ich lieber bei Twitter als woanders die Beiträge teile .. Da sollte ich wohl auch mal tief in mich gehen müssen. 😉
    #LoveTwitter
    LG Tina

    Antworten
    • Teilen geht bei Twitter allerdings am einfachsten. Ich hab allerdings die Wahrnehmung, dass in den letzten Wochen generell viel weniger retweetet wird. Wie nimmst Du das wahr?

      Antworten
  3. Hallo Lars,

    wie schon drüben bei Facebook geschrieben: Dein Beitrag beschreibt, was mich mit Twitter verbindet. Das wird nun echt schwer für mich, selbst noch etwas Originelles der Brandwatch-Blogparade hinzuzufügen.

    Deine Wahrnehmung bzgl. des Retweeten teile ich … Bei manchen werde ich das Gefühl nicht los, dass Twitter mit einer Link-Schleudermaschine verwechselt wird.
    Ich hingegen schätze #RTs, die vom Twitterati noch mit einer persönlichen Anmerkung versehen werden – sei es, warum ich einen Link öffnen soll oder warum er/sie mit den genannten Thesen nicht übereinstimmt.

    Besten Gruß aus Limburg, Manuela

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  4. Pingback: 10 x 10 Jahre Twitter #lovetwitter | nullenundeinsenschubser

  5. Pingback: Ich liebe Twitter und warum Unternehmen es TUN sollten #TwitterundIch - Vertriebsberatung von Silke LoersVertriebsberatung von Silke Loers

  6. Pingback: Blogposting 04/05/2016 – Nur mein Standpunkt

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