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Exit Reader! Die Zukunft Ihres Wissens-Futters

Die feedly App fürs iPhone ist jetzt autark.
Die feedly App fürs iPhone ist jetzt autark.

UPDATE 11.06.13: Feedly hat mit der iOS-App begonnen, den Cut von Google zu vollziehen. Und: Bei mir klappt's gut.

Sie tun es tatsächlich! Google wird am 01. Juli 2013 den Google Reader in Rente schicken („we will retire Google Reader“). Wieder zeigt sich, dass die Plattformen im Web den Unternehmen gehören und sie im Zweifel mit unseren Daten das tun, was sie möchten, ohne vorher nachzufragen.

Noch vier Wochen bis dahin und mir scheint’s, als wäre meine Exit-Strategie nicht ganz ausgereift: Noch ist mein feedly-Konto mit dem Google Reader verbunden. Ebenso mein Flipboard-Account. Und noch habe ich nicht endgültig zwischen den beiden entschieden. Vielleicht brauche ich gar keine RSS-Feeds mehr? Wie gehe ich als Wissensarbeiter zukünftig mit der Informationsflut um?

Exit-Strategie für das Wissens-Futter.

Für alle, die wissen möchten, was es mit dem Google Reader und den RSS-Feeds auf sich hat, gibt es am Ende des Artikels einen kurzen Abschnitt extra. Für alle anderen geht es direkt weiter:

Das Ende des Google Reader –
eine Exit-Strategie muss her

Es gab viele Tipps und Links, als Google den Ausstieg bekannt gab. Besonders gut fand ich die Tipps von Christian Müller auf Karrierebibel und die Wunschliste im Pottblog. Und dennoch: Je näher der Ausstiegstermin kommt, desto mehr höre ich offene Fragen.

Das offene Geständnis von Stephanie Leo, dass sie ihre gesammelten Feed-Schätze im Eifer des Gefechts auf nimmer Wiedersehen gelöscht hatte, hat den Ausschlag gegeben: Eine Strategie muss her. Bestätigt haben mich dann auch noch Diskussionen und Gespräche zum Reader-Ende in der letzten Zeit.

Flipboard, feedly und einige Fragen

Der aktuelle Stand bei meiner Exit-Strategie sieht folgendermaßen aus. Diverse Reader habe ich probiert; geblieben sind zwei:

feedly

In feedly sind meine Google-Feeds importiert. Der tägliche Workflow gelingt ganz gut. Nur der Import von Feeds ist schwergängig.

+ Pluspunkte von feedly: Auf allen Plattformen nutzbar, Einfache Benuterführung, Ähnlichkeit mit dem Reader, schickes Design

- Minuspunkte von feedly: Beschränkt auf RSS-Feeds, Nutzung von anderen Social Media-Plattformen unter feedly ist schwierig

Flipboard

Inspiriert durch einen Power-User, der Flipboard liebt und flipt, was das Zeug hält habe ich parallel noch Flipboard installiert. Und siehe da: es macht  Spaß!

+ Pluspunkte von Flipboard: Schicker Magazin-Charakter, hohe Nutzerfreundlichkeit, Integration von verschiedenen Social Media-Kanälen.

- Minuspunkt: Nicht auf dem stationären PC nutzbar (ich glaube das wird das Killerkriterium).

Offene Fragen

Jetzt sind die beiden Werkzeuge in Betrieb. Eine Restunsicherheit bleibt: Ist mein Nachrichtenstrom, ist mein Wissens-Futter auch nach dem 01.07. noch da, oder gibt es doch eine Transferproblematik, von der ich nichts weiß?

Mich beschäftigt natürlich außerdem die viel umfassendere Frage: Was geschieht mit meinen Daten, wenn möglicherweise später mal Google Plus, XING, Instagram, Pinterest oder gar Facebook von heute auf morgen dicht gemacht wird?

Die Zukunft meiner Daten

Klar ist auch mir bewusst, das die von mir angesammelten Daten in den sozialen Netzwerken in der Regeln nicht mir gehören. Es sind nicht meine Daten, sondern die der Plattform. Damit komm ich klar. Schwierig ist für mich die Vorstellung, dass ich von heute auf morgen von diesen Daten abgeschnitten bin. Zukünftig werde ich deshalb regelmäßig die von mir in den sozialen Netzwerken angesammelten Daten sichern - so gut das geht.

Zwischenzeitlich habe ich das mit den Reader-Daten getan (Google Support-Beschreibung) und werde das auch noch mal am 30.06. machen.

Und mindestens bis dahin nutze ich feedly und Flipboard als Wissens-Futter-Speicher parallel.

Und Twitter, Google Plus und all die anderen.

Einladung zum Wissens-Teilen

  • Wie handhaben Sie es zukünftig mit Ihrem Wissens-Futter?
  • Wie macht Ihr das nach der Rente vom Google Reader?
  • Haben Sie Probleme mit oder Fragen zum Shutdown des Google-Readers?

Schreiben Sie, wie Sie's tun. Aber Achtung: Dies ist keine Blogparade, betrachten Sie das als Wissens-Futter-Parädchen. Gerne auch im Blog, aber eben auch bei Google+, bei Facebook, bei XING-Themen ;-) oder grad dort, wo Ihr schreibt bzw. Sie schreiben.

Damit das ganze überschaubar bleibt: Am 01.07. schaltet Google den Reader ab. Dann ist auch hier „Einsendeschluss“. Anschließend werde ich die Beiträge natürlich gebührend zusammenfassen.

Google Reader – Worum geht’s

Noch einmal kurz zusammengefasst: Vor zwanzig Jahren schaffte ich, zwei Feed-IconTageszeitungen, den SPIEGEL, bisweilen die ZEIT zu lesen. Dazu kamen mühsam in der Bibliothek zusammenklaubte Fachartikel. Dann kam das Internet. So ab 1995 fingen Institutionen und Webseiten an, im Netz Wissen zu teilen. Aber: Man musste in der Prä-Newsletterzeit regelmäßig „seine“ Seiten abklappern. All das fraß Unmengen an Zeit.

Und jetzt: Die Informationsmengen haben sich vervielfacht, ich durchforste einige tausend Artikel in der Woche aus mehreren Hundert Quellen: Behörden, Hochschulen, klassische Medien, Blogger, Unternehmensseiten. Wie an die Informationen kommen? Wie filtern?

RSS war seit mehreren Jahren das Zauberwort. Really simple Syndication – wirlich einfache Veröffentlichung. Wirklich einfach: Man klickt auf das orangene Symbol, abonniert damit Inhalte einer Webseite in Form von sogenannten Feeds, die einem dann regelmäßig auf den Feed-Reader geliefert werden. Die Mutter aller Push-Nachrichten sozusagen.

Im Feedreader befinden sich dann alle von mir abonnierten Informationen, die ich - einer personalisierten Zeitung gleich – lese, wenn ich es möchte. Das Charmante: Abonniert werden können Inhalte fast aller Webseiten. Besonders Blogger setzen auf die Technologie.

Bleibt also abzuwarten, wie sich die Nutzung von RSS-Feeds ab dem 01.07. entwickeln wird.

Manche nutzen die RSS-Technologie gar nicht. Durfte ich noch mal extra lernen. Deshalb kann man jetzt die News von SystematischKaffeetrinken.de jetzt auch per E-Mail abonnieren.

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken'. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der LVQ Weiterbildung gGmbH beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

3 Gedanken zu „Exit Reader! Die Zukunft Ihres Wissens-Futters

  1. Pingback: Google Reader stellt den Dienst ein: Sorge um das Wissensfutter! | Marketing-LogbuchMarketing-Logbuch

  2. Pingback: Die Top 100 Lern-Tools 2013 von Jane Hart | Systematisch KaffeetrinkenSystematisch Kaffeetrinken

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