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Mein erstes BarCamp: Social Media ganz real

BarCamp: Twittern beim Kaffee mit Augenkontakt.

BarCamp: Twittern beim Kaffee mit Augenkontakt.

Unkonferenz im Unperfekthaus.

Damit ist über mein erstes BarCamp eigentlich alles gesagt: Eine Veranstaltung, die ganz anders ist, als andere Konferenzen und ein Ort, der Perfektsein gewissermaßen unter Strafe stellt.

Weil Stefan Evertz darum gebeten hat, direkt was zur Blogparade „Dein erstes BarCamp“ zu schreiben, leg ich mal nach:

Mein erster Ansatz einer Teilnahme war das Educamp in Bielefeld, das ich dann aber nur als Twitterstream verfolgte. Allein dadurch war ich aber so inspiriert, dass es irgendwann klappen musste.

Tja, das legendäre BarCamp Ruhr im Unperfekthaus in Essen ist immer rappelvoll, und es ist schwer an Karten zu kommen. Zwei Versuche hatte ich dort bereits hinter mir, bis ich es im März 2013 dann schaffte, endlich auch physisch auf einem BarCamp zu landen.

Lernen 2.0 mit Systematisch Kaffeetrinken

Kreatives Lernen, alle machen mit und zwischendurch reichlich Zeit, mit Menschen zu plaudern, die man sonst eher digital verfolgt. Systematisch Kaffeetrinken eben, in konzentrierter Atmosphäre.

Was ich auf meinem ersten BarCamp erlebte, hatte ich dann gleich danach ausführlich hier aufgeschrieben unter dem Titel „Wissen teilen ist geil“ – Lernen mit Spaß auf dem BarCamp Ruhr.

Empfehlung: Selber hingehen

„Butter bei die Fische“, sagt man im Ruhrgebiet! Meint: Auf den Punkt gebracht die Gründe für den ersten Besuch eines BarCamps:

  • Wer sich gerne digital in den sozialen Netzwerken rumtreibt, dort wirklich den Kontakt mit anderen pflegt, der kann im BarCamp diese Form der Kommunikation mal real probieren. Gewissermaßen: Twittern mit realem Kaffee und Blickkontakt – spätestens beim Teilen eines Ladekabels.
  • Wer Frontalvorträge und klassische Konferenzen öde findet, für den bietet die Unkonferenz eine Chance, unter massiver Selbstbeteiligung Wissen mal anders zu erwerben und zu tauschen.
  • Wer überdies Veranstaltungen gerne per Twitter und Facebook parallel dokumentiert, der kann das Prinzip „Second Screen“ auf dem BarCamp mal richtig umsetzen, quasi als „Second Camp“.

Wenn also jemand fragt, ob das denn was wäre, so ein BarCamp: TUN!

Aus meinen Erfahrungen als Neustarter hier noch meine

5 Tipps für BarCamp-Einsteiger

  1. Vorher unbedingt schauen, wer aufs Event kommt. In der Regel findet sich auf der jeweiligen Webseite eine Liste aller angemeldeten Teilnehmer, wie hier beim anstehenden BarCamp Düsseldorf.
  2. Am besten vorher Verabredungen mit bekannten Personen treffen. Es ist klasse, gleich zu Beginn Menschen zu begegnen, die man bisher wohlmöglich nur über Twitter oder Facebook kannte.
  3. Fragen, fragen, fragen. Fachliches, Organisatorisches, Anderes. Das Schöne auf einem BarCamp ist, dass Neugier und Naivität quasi zur Programmatik gehören. Ich war überrascht, wie geduldig und freundlich auch auf Fragen von mir als Neuling geantwortet wurde. In den Sessions und zwischendurch beim Kaffee. Sich vorher Fragen zu überlegen lohnt. Möglicherweise gibt es einen persönlichen Forschungsgegenstand?
  4. Beim BarCamp ist der Twittername das wichtige Erkennungszeichen. Er wird in der Regel auch auf dem Namensschild verewigt, das man trägt. Ich war überrascht darüber, das @DerLarsHahn doch von einigen wiedererkannt wurde. Außerdem ist der Twittername gemeinsam mit drei persönlichen Hashtags Teil der Vorstellungsrunde. Also lautet die Empfehlung für wenig oder gar nicht twitternde Einsteiger: Twitteraccount (re-)aktivieren.
  5. Der wichtigste Tipp lautet: Ladekabel nicht vergessen, denn auf einem BarCamp ist der Akku eines Smartphones schneller leer, als man vorher glaubt. Ein ambulanter PowerAkku hilft auch.

BarCamp für betriebliches Lernen

Und weil es so spannend ist, wie es ist, bin ich demnächst auf dem BarCamp Düsseldorf, für das es übrigens noch Karten geben soll. Eine meiner Fragen lautet diesmal, wie man das Prinzip für organisiertes (auch betriebliches) Lernen nutzen kann. In diesem Zusammenhang, Danke für die Inspiration, Wibke Ladwig: „Mehr BarCamp für Unternehmen.“ Zumindest findet das BC Düsseldorf schon mal mitten in einem Unternehmen statt. Werden wir doch zu Gast sein bei rp-Online.

Und vielleicht gibt es ja dort auch Menschen, die Erfolgsbeispiele aus dem betrieblichen Alltag zu berichten haben?

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von ‚Systematisch Kaffeetrinken‘ und Social Media Enthusiast. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der „LVQ Weiterbildung gGmbH“ beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

Autor: Lars Hahn

Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken'. Hier persönlich. Sonst Geschäftsführer @LVQ_Bildung. Bloggt über die Arbeitswelt, Social Media und allerlei Digitalkram.