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Checkliste für den Start in die Arbeitswelt der Zukunft #Blogparade

Mobiles Arbeiten in der Arbeitswelt der Zukunft
Arbeitsplatz der Zukunft. Kaffee, Tablet, Reicht!

Die Arbeitswelt hält bereits heute sehr unterschiedliche Möglichkeiten zur Gestaltung der täglichen Arbeit bereit. In der Arbeitswelt der Zukunft wird die Differenzierung verschiedener Arbeitskulturen noch zunehmen. Bemerkbar macht sich dieser Trend bereits jetzt, besonders wenn man einen neuen Job beginnt.

Denn der Start eines neuen Jobs in der Arbeitswelt der Zukunft ist stets verbunden mit einer neuen Umgebung. Ganz gleich ob der erste Job eines Hochschulabsolventen, der Wiedereinstieg nach Elternzeit, ein Neustart oder Wechsel eines Professionals, oder sogar die Übernahmen einer neuen Aufgabe im gleichen Unternehmen. Der nächste Arbeitsplatz sieht anders aus: Vielleicht Einzelbüro. Oder Arbeit von zu Hause. Möglicherweise viel unterwegs. Oder gar Großraumbüro. Außendienst. Oder von allem etwas?

Wichtig ist, dass der neue Arbeitsplatz zu einem passt. Deshalb ist es gut zu wissen, was für ein Typ aus der folgenden Liste man ist.

Neue Arbeitswelt: Die vier Office-Typen

Der Mobile-Office-Typ

Es gibt sie tatsächlich: Digitale Nomaden. Sie arbeiten an wechselnden Orten, haben kein eigenes Büro. Aber zu Hause arbeiten ist für sie auch nicht gut. Gesichtet werden Mobile-Office-Typen an Coworking-Places, in Stadtbibliotheken, in Cafes und bisweilen sogar bei Mc Donalds. Laptop, Tablet und Smartphone sind ihre wichtigsten oder gar einzigen Utensilien. Ihre erste Sorge lautet stets: „Gibt es hier Free-Wifi?“

Selbst XING bemüht sich mittlerweile um diese Gruppe und bietet im Premium Vorteilsprogramm kostenloses Coworking im XING-Coworkingspace. Und gute Tipps für's mobile Arbeiten gibt übrigens der geschätzte Kollege Christian Müller in seinem Blog.

Der Home-Office-Typ

Früher galt Home-Office als Notlösungsangebot für Mütter oder Sparvariante für Außendienstmitarbeiter. Die Firma finanzierte Drucker und Laptop, dafür ist der Home-Office-Typ telefonisch erreichbar. "Home Office ist beliebt, aber nicht unproblematisch", titelt grad auch die Werben & Verkaufen im Blog. Skepsis gab's unter anderem bei den Kollegen mit klassischem Büro-Präsentismus gegenüber den Pionieren der Home-Office-Worker.

Mittlerweile ist es en vogue, zumindest teilweise im Home-Office arbeiten zu dürfen. Bisweilen heißt das aber einfach nur, nach Feierabend zu Hause nachzulegen.

Der klassische Office-Typ

Nach wie vor der Standard beim Gros der arbeitenden Bevölkerung ist, zur Arbeit zu gehen. Die Trennung von Arbeitsplatz und Heim ist nach wie vor die gängige Variante. Trautes Büro, gewohnte Kollegen. Viele mögen das. „In der Firma“ arbeiten von nine to five ist allerdings die schwindende Variante. Zum einen durch sich ändernde Arbeitszeiten besonders in Handel und Dienstleistung, zum anderen durch neue Arbeitswelten die eben nicht mehr nur an einem Ort stattfinden. Office ist aber heute auch nicht mehr gleich Office. So gibt es immer noch die Einzel- oder Zweierbüros. Großraumlösungen sind aber wieder stark im Kommen, heute gerne als Coworking-Varianten verpackt.

Der Mixed-Office-Typ

Mein Tipp: Mixed-Office wird die Standardvariante der Arbeitswelt der Zukunft. Ganz gleich ob Freelancer oder Angestellte. Das Arbeiten an verschiedenen Orten wird zunehmen. Für die einen heißt dies, den Großteil im Office zu verbringen, garniert mit Außenterminen und kleinen Elementen im Home-Office. Andere haben zu Hause ihr Hauptaktionsfeld. Manche verbringen große Teile ihrer Arbeitszeit im Dienstwagen (Freisprechanlage!) und beim Kunden.

Neue Arbeitswelt: Der Office-Check

Vor dem Start im neuen Job, ist es gut zu wissen, wie der neue Arbeitsplatz gestaltet ist. Viele Bewerber verlassen sich blind auf Schilderungen des Unternehmens in Vorstellungsgespräch und Stellenanzeige. Direkt am ersten Arbeitstag kommt dann oft die Ernüchterung. Schlimmstenfalls ist sogar der eigene Arbeitsplatz gar nicht eingerichtet und man sitzt die nächsten Monate am Katzentisch. Und „Außer Haus zu arbeiten, ist bei uns nicht vorgesehen? Wie soll denn das die Zeiterfassung regeln?“

Oje, hätten Sie doch vorher nachgefragt!

Sich den eigenen Arbeitsplatz vor Vertragsunterzeichnung zeigen zu lassen, gehört heute zur zeitgemäßen Jobsuche dazu. Reden Sie mit verschiedenen Menschen, wie sie ihren Arbeitsplatz finden und lassen Sie sie beschreiben. Während dieses Systematisch Kaffeetrinkens kriegen Sie ein Gefühl, was zu Ihnen passt.

Am besten Sie schauen sich während eines der Vorgespräche Ihren Arbeitsplatz genau an und sprechen Sie mit den potentiellen Kollegen, Vorgesetzten und Mitarbeitern, die dort sitzen, wo Sie demnächst arbeiten.

Dafür taugt die

Checkliste für den nächsten Arbeitsplatz in der Arbeitswelt der Zukunft

Anwesenheit

  • Wie sind die Anwesenheiten im Büro geregelt?
  • Darf ich die gesamte Arbeitszeit im Büro/zu Hause/unterwegs sein?
  • Oder gibt es einen Typ-4-Mix von Plätzen? Wenn ja wie sieht der Office-Mix aus?

Büro und physischer Arbeitsplatz:

  • Wo werde ich mich aufhalten?
  • Wenn Office: Einzel-, Mehrpersonen- oder Großraumbüro?
  • Kann ich den Arbeitsplatz innerhalb des Büros wechseln?
  • Wenn Arbeit im Home-Office, welches Equipment erhalte ich?
  • Wenn unterwegs: Gibt es Geräte wie Laptop, Smartphone, Tablet, Ticket oder gar Dienstwagen? Gibt es eine Cloud, die ich von unterwegs erreichen kann (vergleiche den Beitrag von Oliver Gassner)?
  • Werde ich reisen? Wenn ja wohin und wie oft?

Unternehmenskultur

  • Wie halten es die Kollegen?
  • Gibt es eine bestimmte Anwesenheitskultur?
  • Hat das Unternehmen Erfahrungen mit Home-Office/Mixed Office?
  • Welches Los tragen Home-Office-Worker oder Außendienstler? Sind sie in die Unternehmeskultur bei Meetings, Infos und Besprechungen eingebunden?
  • Wird gar dem Präsentismus gefrönt? Das bedeutet die Anwesenheit am Arbeitsplatz wird als wichtiger betrachtet als Leistung.
  • Wie sieht's mit Möbeln, Ordnung, Design aus? Passt das zu mir?
  • Passt die Kultur des Unternehmens zu meinen Erwartungen und Vorstellungen?

Wenn Sie die Fragen vorher klären, werden Sie böse Überraschungen vermeiden und sowohl wissen als auch fühlen, ob der geplante Arbeitsplatz zumindest im Groben zu Ihnen passt. Dann kann der erste Tag im neuen Job gelingen.

P.S. Inspiriert wurde dieser Artikel durch gleich zwei Aufrufe zu einer Blogparade. Damit wage ich eine Premiere und trage mit diesem Beitrag zu zwei Blogparaden bei, nämlich zur Cebit-Blogparade von Falk Hedemann „Arbeitsplatz der Zukunft“ und zum Aufruf von Nicole Y. Männl zur Blogparade „Mobiles Arbeiten“.

Ach, und ja: Ich bin übrigens Typ-4-Worker. Sie treffen mich manchmal im Büro, zuweilen unterwegs und häufig beim Kaffee.

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken' und Social Media Enthusiast. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der "LVQ Weiterbildung gGmbH" beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

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