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Arbeiten, wo andere Urlaub machen! Unnütz und unbezahlbar! #Blogparade

Ostfriesland - Arbeiten wo andere Urlaub machen
Ostfriesland - Arbeiten, wo andere Urlaub machen!

Seit Jahren hängt bei mir Baltrum an der Wand und fragt, ob ich reif sei für die Insel.

Einige Wochen meiner Jugend verbrachte ich im Haus auf der Spitze der Insel. Blickte hinüber übers Gatt nach Norderney aufs Wrack. Erinnerungen an die ostfriesische Jugend …

Und heute hängt das Plakat der Agentur für Arbeit als Trophäe in meinem Büro. Bei einem meiner Besuche in einer Münsterländer Arbeitsagentur sah ich dieses Plakat, verliebte mich darin und musste es einfach haben.

Der Leiter dieser Arbeitsagentur hatte – natürlich beim Kaffeetrinken – ein Einsehen mit meinem dringenden Begehren und überließ es mir.

Nun hängt es hier!

Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Das Plakat wirbt für die sommerliche „Saisonbeschäftigung an der Nordsee“. In der Gastronomie. In der Touristik. In der Kinderbetreuung und Animation. Zugegeben: Knochenjobs für harte Leute.

Aber was wäre der Tourismus vielerorts, ohne die Gastroexperten von auswärts? Was wäre die Kinderbetreuung ohne die Studies und ErzieherInnen, die sich auf das Wagnis Sommercamp einlassen? Nicht nur an der Nordsee, sondern auch in der Ägäis oder auf den Kanaren?

Daran muss ich denken, wenn ich täglich auf das Plakat schaue. An die Tapferen, die dann arbeiten, wenn andere Urlaub machen. Auf Baltrum oder an Weihnachten!

Arbeiten in Ostfriesland – Nur was für Lehrer

Natürlich denk ich auch an meine alte Heimat. Ostfriesland prägte die ersten zwanzig Jahre meines Lebens. Nun sollte der Jung' studieren und landete hier: Im Ruhrgebiet. Und wirst Du nicht Lehrer oder Pfarrer oder Arzt, dann steht die Wahrscheinlichkeit nicht schlecht, dass Du nach der akademischen Ausbildung zum Buten-Ostfreesen wirst. So heißt das.

Und Du lebst Dich ein in der zweiten Heimat. Innerdeutscher Migrant sozusagen.

Und dann bleibst Du und fühlst Dich zu Hause. Hier so an der Ruhr.

Und dann beginnst Du, Deine erste Heimat zu lieben. Als Urlaubsort. Als sommerliches Fernziel.

Und dann hängt da Baltrum an der Wand und bleibt dort hängen.

Und auch wenn es unnütz ist.

Und eigentlich wegkann. Eigentlich.

Aber es erinnert. Und ist ein schönes Gesprächsthema, wenn Gäste kommen.

Eigentlich ist es unnütz, aber unbezahlbar!

 

Dies ist übrigens ein Beitrag zur Blogparade von Dörte Giebel im #Minimalismus-Blog: Unnütz und unbezahlbar. Wunderschönes Thema! Denn auch jenes ist unnütz aber unbezahlbar! Danke für die Inspiration!

Andere bereits erschienene Beiträge:

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken' und Social Media Enthusiast. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der "LVQ Weiterbildung gGmbH" beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

Ein Gedanke zu „Arbeiten, wo andere Urlaub machen! Unnütz und unbezahlbar! #Blogparade

  1. Pingback: Vom Wert der unnützen Dinge | Minima Muse

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