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Suchmaschinenoptimierung für Recruiter und andere Berufstätige. Karriere-SEO, Teil 2

Karriere-SEO bei XING ganz oben stehenJust im letzten Beitrag hatte ich die Idee von Karriere-SEO also persönliche Suchmaschinenoptimierung skizziert. Und schon gab es Kommentare und Diskussionen dazu, dass Karriere-SEO nur funktionieren könne, wenn auch auf Seiten der Personalverantwortlichen der professionelle Umgang mit Social Media geübt wird.

Denn HR-Menschen sind bisweilen komische Leute:

“XING? Da bin ich gar nicht drin. Dann könnten mich ja Bewerber finden und mich da ansprechen. Das will ich nicht. Machen wir auch bei uns generell nicht, dass wir dort zu finden sind. Die sollen sich schließlich bewerben.”

Boff! Kürzlich schrieb ich mal auswärts bei Medium.com darüber.

Nix Karriere-SEO, der Mann.

Recruiter und Karriere-SEO

Ausgerechnet ein Personal-Mensch. In Zeiten von Active Sourcing, Employer Branding, Fachkräftegedöns. Mensch! Businessnetzwerke rangieren bereits an dritter Stelle der Recruitingwege. Die Hälfte der Personalgewinner recruitiert direkt dort.

Das kann man doch ignorieren? Es gibt ja genügend Bewerber, die noch Mappen und PDF-Dateien mit Lebenslauf schicken, oder?!

Noch.

Für Personalverantwortliche ist es doppelt wichtig bei XING und Co. zu sein. Auffindbar zu sein für potentielle Kandidaten ist dabei der eine Part. Dem Bewerber zu signalisieren, dass man gesprächsbereit ist, zieht auch die Top-Talente. Und außerdem, Kontakte können zukünftig Kandidaten sein.

Die andere Seite: Karriere-SEO könntefür Personaler auch wichtig sein, falls sie selbst mal den nächsten Job suchen. Soll ja vorkommen, dass auch HR-Stellen neu besetzt werden.

Karriere-SEO für Berufstätige

Generell ist es nicht nur für Arbeitslose, sondern auch für Berufstätige wichtig, ihre professionelle digitale Identität zu pflegen, selbst wenn's für die aktuelle Tätigkeit nicht wichtig erscheint. Sie könnten zukünftig mal einen neuen Job suchen (müssen). Dann erst mit der persönlichen Suchmaschinenoptimierung zu starten, wäre spät.

Und Karriere-SEO kann recht einfach sein. Um google-tauglich im Web zu erscheinen, braucht es für viele nur die Stufe 1, das professionelle Anlegen eines XING-, ggf. LinkedIn-Profils. Meistens reicht's beim Googlen Ihres Namens für die Anzeige unter den Top 3.

Karriere-SEO-Bonus-Tipps

  • Nicht vergessen, das XING- und LinkedIn-Profil für Google sichtbar zu schalten. Sonst klappt das nicht mit Google und Co.
  • Wenn Sie in Blogs einen fachlichen Kommentar schreiben, verlinken Sie auf Ihren Blog oder - Ihr XING-Profil.
  • Wenn Sie bloggen, vergessen Sie nicht, Ihre geschäftlichen Social-Media-Profile auf der Seite Ihres Blogbeitrags zu verewigen.

Für Personaler sollte ein gut gepflegtes XING- und/oder LinkedIn-Profil heut jedenfalls zum Standard gehören. Damit sie auch zukünftig ihre Fachkräfte noch finden. Und nicht voreilig vom Mythos Fachkräftemangel schwadronieren.

Wie ergeht es Ihnen?

Haben Sie Erfahrung mit Personalern, die sich den sozialen Netzwerken verweigern? Kennen Sie Personalverantwortliche, die sich vorbildlich auf XING oder LinkedIn zeigen? 

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken' und Social Media Enthusiast. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der "LVQ Weiterbildung gGmbH" beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

3 Gedanken zu „Suchmaschinenoptimierung für Recruiter und andere Berufstätige. Karriere-SEO, Teil 2

  1. Ulrike Zecher

    Hallo Lars,
    danke dir für den knackigen Beitrag. - Ich mache ähnliche Erfahrungen mit Personalern wie du. Mit meinen Klienten zusammen optimiere ich ihre Bewerbungsunterlagen, in denen ich es wage, links auf Social Media Profile, Lebensläufe im Netz, Bewerbungsblogs etc. , zu setzen.
    Reaktion einer 30-jährigen Personalerin - im O-ton: " Was sie jetzt mit solchen Links machen sollte?" "Öffnen", lautete die Antwort meiner Kundin (48 Jahre alt).
    Vielleicht treffe ich ja den ein oder anderen Personaler auf der Zukunft Personal wieder, Zukunft wohlgemerkt, nicht Vergangenheit ...

    Antworten
  2. Derk Starke

    Über den Mythos Fachkräftemangel schwadronieren bin ich auf Ihren Blog gekommen und nach aufmerksamen lesen habe ich 2 gute Tipps für meinen Blog über die Initiativbewerbung mitgenommen. Vielen Dank und LG.

    Antworten
  3. Pingback: Karriere-SEO: Berufliche Positionierung mit Sichtbarkeit für die Arbeitswelt der Zukunft #barcampkoeln - Systematisch KaffeetrinkenSystematisch Kaffeetrinken

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