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XING-Kontaktliste immer freigeben! 5 Tipps zum Schutz Ihrer Kontakte

XING-Kontaktliste-FreigebenSie haben Ihre XING-Kontaktliste nicht für alle freigegeben? Oder Sie ärgern sich über Menschen, die ihre Kontaktliste verbergen oder sperren?
Dann ist dies ein Artikel für Sie.

Mit den sozialen Netzwerken ist das nämlich wie im richtigen Leben. Freundschaften und Kontakte funktionieren durch Geben und Nehmen durch eine Ausgeglichenheit von Engagement. So läuft das auch bei XING und anderen Business-Netzwerken. Denn ein solches Netzwerk basiert darauf, dass die Nutzer ihre Kontakte beiderseits für andere freigeben. Nur dann geht nämlich das Prinzip der Kontakte 2. Grades.

Kontaktliste stets freigeben!

Jetzt gibt es aber zunehmend XING-Mitglieder, die ihre Kontakte anderen nicht freigeben. Stellen Sie sich vor, das täten alle!

Ein großer Teil der Idee des Netzwerkens wäre dahin.
Drum meine grundsätzliche Devise:

Geben Sie Ihre Kontaktliste bei XING immer für andere frei!
Immer!

Das zeugt von Vertrauen und Sie geben anderen Nutzern einen Vertrauensvorschuss. Der Erfolg von Business-Netzwerken basiert eben genau darauf.

Ich meine übrigens wirklich die Einstellung „Meine Kontakte sind sichtbar für: alle Mitglieder“. Wenn Sie die auch nur auf „Mitglieder bis zum 3. Bekanntheitsgrad“ einschränken, gilt es nicht als offen, denn Fremde erhalten das oben gezeigte Bild.

Kontaktliste: Missbrauch des Vertrauens

Nun werden Sie vielleicht einwenden:

„Bei mir hat das aber einer missbraucht. Der hat sofort alle Kontakte abgegrast und mit Werbemüll überhäuft.“ 

Und in der Tat, es gibt sie nicht selten: Die Vertriebsaggressiven, die bei jedem kleinen Finger des Vertrauens einem sofort die ganze Hand des Netzwerkes versauen.
Meistens sind sie leicht zu erkennen: Sie fabulieren von Synergien, gemeinsamen Win-Win und gigantischen Vertriebserfolgen. Bei solchen Anfragen auf XING gilt bekanntermaßen immer: Finger weg.

Gerade die Kontaktliste ist aber schützenswert. Deshalb gibt’s jetzt meine

5 Tipps zum Schutz Ihrer Kontaktliste

  1. Bestätigen Sie nur Kontaktanfragen, der Urheber Sie kennen oder die eine nachvollziehbare Begleitnachricht haben.
  2. Nehmen Sie nur vertrauenswürdige Menschen zu Ihren Kontakten.
  3. Beobachten Sie neue Kontakte und schmeißen Sie sie bei Missbrauch raus.
  4. Gehen Sie selber mit dem geschenkten Vertrauen anderer Nutzer sorgsam um und seien Sie wertschätzend und dosiert bei der Ansprache von Kontakten der Kontakte.
  5. Fragen Sie im Zweifel einen Kontakt, ob Sie deren Kontakt ansprechen dürfen. Vielleicht bekommen Sie auf diesem Weg sogar eine Empfehlung.

Kontaktliste nicht freigeben: Ausnahmen

Es gibt tatsächlich wenige XING-Mitglieder, die ihre Kontakte qua Profession niemals freigeben dürfen. Das sind neben Anwälten und anderen Personen mit speziellem Klientenschutz auch die Personalberater, auch Headhunter genannt. Wenn sie Sie antriggern, dann werden Sie darauf vertrauen, dass alles diskret verläuft. Abseits der offenen Netzwerke. Aber das sind bei fast 8.000.000 XING-Mitgliedern im Netzwerk noch nicht mal 70.000. und Sie gehören doch nicht dazu, oder?!

Mut und Vertrauen beim Umgang mit Kontakten

Seien Sie mutig und vertrauen Sie grundsätzlich Ihren Kontakten! Geben Sie Ihren Kontakten die Chance zum Netzwerken und Austausch und schalten Ihre Kontakliste sichtbar. Sie profitieren doch auch davon, wenn die anderen es tun, oder?

Wie halten Sie es mit der Freigabe von Kontakten?
Haben Sie Erfahrungen mit dem Missbrauch von Kontaktfreigaben?
Was würden Sie empfehlen?

XING-Kontakte-freigeben-Wie-Einstellungen
P.S. So prüfen Sie übrigens, ob und wie Sie Ihre Kontakte freigegeben haben. Sie gehen im Profil unter > Einstellungen > Privatsphäre > Profileinstellungen. Dort finden Sie den Punkt „Meine Kontakte sind sichtbar für: alle Mitglieder“. Sie können ihn über „Bearbeiten“ ändern.

 

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von ‚Systematisch Kaffeetrinken‘ und Social Media Enthusiast. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der „LVQ Weiterbildung gGmbH“ beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

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Autor: Lars Hahn

Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken'. Hier persönlich. Sonst Geschäftsführer @LVQ_Bildung. Bloggt über die Arbeitswelt, Social Media und allerlei Digitalkram.

13 Kommentare

  1. Guten Morgen,

    lieben Dank für den Artikel! Eine Frage quält mich seit geraumer Zeit: Ichbin auch immer für ein offenen Netzwerk, allerdings würde ich nur den Personalberatern gerne den Blick in meine Kontaktliste verwehren.

    Leider ist diese Einstellung nicht individualisierbar bei Xing. Oder gibt es eine Funktion, die ich noch nicht kenne?

    Freue mich auf Feedback!

    Herzliche Grüße

    Anika Zeimke

    Antworten
    • Nee, ich glaube Filter in diese Richtung gibt’s bei XING leider nicht. Ist ja bei einem Business-Network eher so, dass alles öffentlich sein sollte. Ich plädier ja hier auch dafür.

      Allerdings ist Deine Kritik durchaus nachvollziehbar. Man kann die aggressiven Personaler aber genauso ignorieren, wie die aggressiven Vertriebler, oder?!

      Antworten
      • Naja, aber den ein oder anderen Personalberater kann man ja schon gebrauchen…. Und der einfachheithalber hätte ich ihn dann schon gerne auch als Kontakt bei Xing, damit er nicht verloren geht, aber dann gerne mit anderen Kontaktfreigaben…

        Ich weiß, das Leben ist kein Wunschkonzert, aber bei dem was gerade alles bei Xing verändert und „neu“ gemacht wird…. 🙂

        Antworten
  2. Guten Morgen Herr Hahn,

    dieser Artikel hat mich dann doch recht unsanft aus meiner morgendlichen „zur-Arbeit-gehen“-Lethargie gerissen. 😉

    Danken möchte ich Ihnen aber für den wichtigen Hinweis, dass ein Netzwerk natürlich aus dem Netzwerken an sich leben sollte und das die Kontakte mit Sorgfalt ausgewählt sein möchten. Als bisheriger Senior Rekrutier war ich aber erst nervös nach dem Lesen des Beitrags (spezielle Kontakte freigeben) und am Ende doch wieder beruhigt, dass dies natürlich nicht unbedingt im Recruiting darstellbar ist.

    Ich geselle mich übrigens zu Frau Zeimkes Bedenken hinzu und bin gerade auch beruflich auf eine spannende Frage hinsichtlich XING gestossen, ob es nicht interessant wäre, wenn sich das Profil in einen persönlich-privaten und einen firmen-organisatorischen Teil aufteilen ließe. Das wäre mal ein wirkliche Innovation im Social-Media-Business-Networking, oder?

    Mir fehlt gerade die Zeit das zu Vertiefen, aber sofern diese Anregung an XING seinen Weg fände, freue ich mich über einen kurzen Hinweis auf mich. 😉

    Ansonsten ist es ja eigentlich wie im realen Leben, ich posaune in der Urahn auch nicht meine ganzen Daten herum und frage vorher höflich, wenn ich jemanden ansprechen oder empfehlen möchte. Aber leider tummeln sich in den Netzwerken halt auch immer Hardcore-Vertriebler, Top-Super-Performer, Netzwerk-Götter oder Kontaktsammler und dann tolle Webinare, Seminare u.v.w. über die Benachrichtigungsfunktionen zu verteilen. Da würde ich mir wünschen, dass man das z.B. bei XING auch besser in den Gruppenrichtlinien (u.a.) steuern könnte.

    Weiterhin alles Gute und ich lese gerne wieder von Ihnen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Marc Mertens

    Antworten
    • Hallo Herr Mertens,

      danke für den Kommentar und für die Begriffe Top-Super-Performer und Netzwerk-Götter. Die kannte ich noch nicht. Sie werden mein Repertoire erweitern.

      Was die vorgeschlagene Filter-Funktion angeht, bin ich eher zurückhaltend, siehe Kommentar zu Annika Zeimke.

      Ich gehe dem aber mal auf den Grund und geb das an XING weiter. Wer weiß, vielleicht haben die darüber schon mal nachgedacht?!

      Ich werd hier über eine Antwort berichten.

      LG
      Lars Hahn

      Antworten
    • Alexander v. Klopmann

      09/10/2014 @ 14:45

      Hallo Herr Mertens,

      Ihre Anregung hat wie vorhergesagt den Weg zu uns gefunden 🙂

      Über die Datenfreigaben können Sie jetzt schon bei einigen Ihrer Angaben bestimmen, wer Ihrer Kontakte zum Beispiel Ihr Geburtstag oder Ihre privaten Kontaktdaten sehen kann. Generell ist die Ausrichtung von XING eine geschäftliche. Die Plattform soll Sie in Ihrem Arbeitsleben und bei dem Aufbau und der Pflege Ihres beruflichen Netzwerks unterstützen. Eine technische Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Kontakten in einer absoluten Form ist daher im Moment nicht auf dem Fahrplan. Sie haben ja aber schon eine andere Lösung angeboten: Wenn Sie jemand gut kennen und höflich nach Kontakten gefragt werden, können Sie diese auch preisgeben und sonst verbergen.

      Natürlich ist uns in Hamburg auch klar, dass in den 11 Jahren bei XING auch viele Freundschaften entstanden sind und längst auch privat genutzt wird. Auch die vielen „Freizeitgruppen“ zeigen, dass XING schon lange auch Ort privater Treffpunkte ist.

      Wir bleiben deshalb natürlich auch zu diesem Punkt immer in Diskussionen und ich danke Ihnen für die Beteiligung und Anregung in dieser Frage.

      Mit freundlichen Grüßen

      Alexander v. Klopmann
      Social Media Manager XING

      Antworten
  3. A. Grünwälder

    07/10/2014 @ 16:36

    Ich teile Ihren wichtigen angesprochenen Punkt zum Thema „Vertrauen“. Vertrauen bedeutet für mich aber auch, dass ich verantwortungsvoll mit den Daten meiner Kontakte umgehe, also keine persönlichen Daten, keine Bilder, nicht das Netzwerk und auch nicht einen kleinen Teil davon öffentlich zur Schau stellen. Ich möchte ebenso wenig, dass jeder sehen kann, wen ich bei Xing als Kontakt habe.

    Antworten
  4. Hallo Lars, da hast Du Dir ein spannendes Thema ausgesucht. Und in der Tat nicht trivial.
    Meine Kontakte sind auch für niemanden sichtbar. Das habe ich als ehemaliger Personalberater von Anfang an so gehandhabt.
    Und trotzdem hat mich mal jemand als Kontakt gelöscht, weil einer meiner Kontakte ihm blöd gekommen ist und er meinte, „wenn Sie (Zaborowski) so jemanden in ihrem Netzwerk haben, dann möchte ich nicht Teil Ihres Netzwerks sein“. Den perfekten Schutz gibt es also eh nicht.

    Aber: Ich bin trotzdem anderer Meinung als Du. Ich habe schon sehr viele Menschen mit einander vernetzt, weil sie mich konkret gefragt haben. Nach dem Motto „kennen Sie (Zaborowski) jemanden, der …“ und meistens kannte ich jemanden und habe die beide dann einander vorgestellt.

    Ich finde Deine Variante zwar auch schöner und „more social“, aber ich denke, dass einiger meiner Kontakte nicht happy wären, wenn ich meine Kontakte pauschal freigebe.

    Und im Zweifel werde ich das auch so beibehalten.

    Herzlichen Gruß, Henrik

    Antworten
    • Bei Dir hätte ich auch vermutet, dass Deine Personale-Seele das sensibel findet. Kann ich nachvollziehen. Ansonsten seh ich das einfach im Sinne der Gegenseitigkeit. Wenn alle ihre Kontakte verstecken, ist der Sinn des Netzwerkes fraglich.

      Antworten
  5. Tina Beckmann

    09/10/2014 @ 11:07

    Hallo Herr Hahn, ich ehre den Gedanken der sozialen Netzwerke, des offenen gegenseitigen Austauschs und der Kommunikation auf Augenhöhe, sehr. Trotzdem möchte ich anmerken: Manchmal bin ich schlicht verpflichtet, Daten zu schützen und Verschwiegenheit zu bewahren – eben grade wegen des Vertrauens. Besonders in einem beruflich genutzten Netzwerk – da möchte ich doch auch die Daten meiner Kunden, die durchaus zu meinen Kontakten zählen können, so sensibel behandeln wie im echten (Geschäfts-)Leben. Netzwerken und neue inspirierende Kontakte finden können wir auch, ohne Kontakte öffentlich zu machen, meiner Meinung nach. Zum Beispiel durch Empfehlungen von Mensch zu Mensch, siehe auch der Kommentar von Herrn Zaborowski.
    Viele Grüße aus Bielefeld
    Tina Beckmann

    Antworten
  6. Edgar August

    11/03/2015 @ 22:24

    Ich würde hier gerne auch für eine Kontrollierbarkeit persönlicher Daten werben.
    Es gibt 2 Aspekte, die ich bisher leider noch nirgends implementiert gesehen habe:
    1. Ich möchte als Eigentümer meiner persönlichen Daten auch bestimmen können, ob ich als Kontakt durch meinen neuen Kontakt veröffentlicht werden will. Oder eben nicht.
    2. Ich möchte für meine Kontakte einzeln definieren können, ob sie als mein Kontakt veröffentlicht werden. Insbesondere möchte ich meine Kontakte zu Personalberatern als privatissimo einstellen können. Meine Firma geht meine Suche nach alternative Jobs absolut nichts an!

    Gibt es da Gleichgesinnte?

    Antworten
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