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Twitter für Unternehmen – plus Liebeserklärung #BarCampDUS

Twitter für Business Richtiges Folgen

Twitter für Unternehmen – Auch folgen will gelernt sein.

„Twitter für Unternehmen – plus Liebeserklärung“

Ursprünglich hatte ich für das diesjährige BarCamp Düsseldorf einen Themenvorschlag für eine Session vorbereitet mit dem Titel „Twitter für Unternehmen“. Dabei merkte ich: Twitter ist bei mir sehr  emotional besetzt: Ich liebe Twitter!

„Macht Facebook platt, schließt Google Plus, XING und LinkedIn aber: Nehmt mir ja nicht mein Twitter weg!“

Twitter ist für mich viel mehr als ein tolles Tool der Unternehmenskommunikation. Drum lesen Sie jetzt zwei Abschnitte:

  • Abteilung Pflicht – Twitter für Unternehmen
  • Abteilung Kür – Twitter, eine Liebeserklärung

Twitter für Unternehmen – Erklärungsnöte

„Was ist eigentlich Twitter und wie genau funktioniert es?“

„Welchen Nutzen haben Unternehmen von Twitter?“

„Was soll denn ein Social Media Manager mit Twitter tun?“

Mensch!

Ich hab mich schwer getan, den Teilnehmern eines Social Media-Seminars diese Fragen so wirklich zu beantworten. Klar: Was ein Hashtag ist und die anderen technischen Fragen, wie Kommunikation im Web durch Twitter beschleuinigt wird, wie man mit Twitter in seiner Peer-Group netzwerkt … Das alles thematisiert und besprochen.

Doch mein Gefühl blieb: Twitter zu erklären ist die Königsdisziplin in Sachen Social Media. Viel schwieriger als Google, XING, Facebook, Instagram und alle andere gängigen Plattformen.

Twitter für Unternehmen – Standard-Referenz

Und dann kommt die PR-Doktor Kerstin Hoffmann daher und schreibt einen bravourösen Artikel, der genau das schafft, womit ich mich so schwer tat: Twitter für Unternehmen wirklich fühlbar und anschaulich zu erklären.

Sie tut das weniger technisch, sondern sie erklärt, für welche Zwecke Twitter eingesetzt werden kann und wie man das macht. Twitter kann nämlich für viele verschiedene Zwecke von Unternehmen genutzt werden: Zum Beispiel Marktforschung, Informationsgewinnung, Informationsvermittlung, Reputationsaufbau, Netzwerken, Geschichten erzählen, Events sichtbar machen. Kerstin Hoffmann beschreibt, wie das gehen kann und rundet mit einem Frage-Antwort-Kapitel ab. Gewissenmaßen werden die Frage beantwortet, die ein Twitter-Neuling stellen würde. Chapeau!

Drum erkläre ich den Beitrag von Kerstin Hoffmann ab sofort als Standard-Referenz für’s Business-Twittern.

Weitere gute Twitter-Informationsquellen sind übrigens zum Beispiel:

Twitter – Eine Liebeserklärung

Für das BarCamp Düsseldorf hatte ich also eine Session zum Thema Twitter vorbereitet, die sich nun schnupfenbedingt hier als Blogbeitrag wiederfindet. Und die Überschrift lautet: „Twitter für Unternehmen – plus Liebeserklärung“.

Wie?

Liebeserklärung?


Sie haben richtig gelesen. Von allen Social-Media-Kanälen würde ich am ehesten Twitter vermissen, wenn man es mir wegnehmen täte.

Twitter ist nämlich viel mehr als nur Business-Kommunikation.

  • Twitter ist Live-Kommunikation in Echtzeit. Ich sag nur: Tahrir-Platz, Kairo.
  • Twitter ist Vernetzung mit vielen Menschen, die man idealerweise vorher oder nachher real kennen lernt. Meine Lieblings-Beispiele sind die republica in Berlin, #rp14 oder die Messe Zukunft Personal #zp14 (herrliches Storify von Eva Zils, danke!). Es gibt Wiedersehenstreffen von Twitterern mit den obligatorischen „Es-gibt-sie-wirklich“-Tweets. Mensch:
  • Twitter ist ja Systematisch Kaffeetrinken im Web!
  • Twitter ist, Konferenzen zu folgen, auf denen man gar nicht ist, so wie heute beim BarCamp Düsseldorf #BarCamDUS
  • Twitter ist mittlerweile ein großes Bildarchiv. Haben Sie schon mal in der jedermann zugänglichen Twitter-Search Bilder gesucht? Sie sind mit großer Aussagemacht.
  • Twitter ist mittelmäßige Fernseherlebnisse als total spannend am Second Screen zu erleben, zum Beispiel #GERARG oder #Tatort

Für die FIFA-WM hat Twitter das mit einem eindrucksvollen Video belegt. Hier ist es:

Deutschland, das Twitter-Entwicklungsland

Deutschland ist nach wie vor Twitter-Entwicklungsland. Anders ist das in der Türkei, in Spanien oder sogar in Holland. In den USA sowieso. Dort wird jede Fernsehwerbung, jedes Event und jede Bushaltestelle mit einem #Hashtag versehen. Die Statista-Grafik zeigt, woher die meisten Twitter-Nutzer kommen:

Infografik: Aus diesen Ländern kommt der Twitter-Traffic | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Hier bei uns ist noch viel Luft nach oben. Viele gesellschaftliche Trends von Leitfiguren und Leitmedien aus. Hier tun sich aber traditionelle Medien und Institutionen mit Twitter noch sehr schwer. Wie sonst ist zu erklären, dass auch 2014 eine Konferenz eines Landesministeriums bei Twitter quasi nicht stattfindet.

Auf der anderen Seite gibt es positive Beispiele. Von Unternehmen, die mit Twitter Reichweite und Netzwerke hinbekommen. Von ernsthaften Ereignissen, die per Twitter begleitet werden (Hallo Beethovenfest!).

Ob Twitter in Deutschland ein Breitenmedium wird oder nicht, wer mag das beantworten? Zumindest hat es auch hier eine von vielen unterschätzte Relevanz. Auch in Deutschland läuft ein Großteil des Nachrichtenstroms zuerst über Twitter, bevor in in der Tagesschau oder gar in den Zeitungen landet.

Schaun mer mal!

  • Wie ist es bei Ihnen?
  • Wie nutzen Sie Twitter?
  • Welche besonderen Erlebnisse durch Twitter können Sie berichten?

P.S. Auf dem BarCamp Düsseldorf hätte ich bei Interesse eine Selbsterfahrungsgruppe der NACT gegründet: Der Non-Anonymous-Conference-Twitterians. Wer mag?!

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von ‚Systematisch Kaffeetrinken‘ und Social Media Enthusiast. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der „LVQ Weiterbildung gGmbH“ beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media. Lars Hahn ist zu finden bei XING, Google+, Twitter und in vielen anderen sozialen Netzwerken.

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Autor: Lars Hahn

Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken'. Hier persönlich. Sonst Geschäftsführer @LVQ_Bildung. Bloggt über die Arbeitswelt, Social Media und allerlei Digitalkram.

6 Kommentare

  1. Lieber Lars,
    das hast Du sehr schön gesagt und ich sehe es ganz genauso wie Du: Nehmt mir ruhig alles andere weg, solange ich mein Twitter behalten kann!! 😉

    Ich denke, das ist aber in der Tat schwer durch Worte zu vermitteln, das spürt man nur, wenn man es selbst ausprobiert. Daher ist meine Mission nach wie vor: Immer neue Twitterati „rekrutieren“ und begeistern. Dann kommen wir vielleicht auch eines Tages noch über den Status „Twitter-Entwicklungsland“ hinaus. Träumen muss ja erlaubt sein! 😉

    Antworten
    • Mission gefällt mir, liebe Michaela!
      In diesem Kontext. Wir müssen sie nur auf Twitterevents schleppen und die Twittwalls lesen lassen. Dann kriegen wir sie. Btw. Sehen wir uns bei Social Media Club Düsseldorf?

      Antworten
  2. Hallo, Herr Hahn !

    Die Statistik ist echt heftig ! Das Verrückte ist aber, dass – obwohl D’land so hinterher hinkt, viele deutsche Twitterer oder Facebook-Nutzer darauf bestehen, dass man als Deutscher auch in deutsch zu bloggen habe. Was ich persönlich kurzsichtig finde, da wir – sofern man sich nicht explizit an ein deutschsprachiges Publikum wendet – doch in den meisten sozialen Netzwerken ein eher internationales Publikum vorfinden.
    Schlimm finde ich es dagegen, dass viele dieser Leute richtig ausfallend werden, wenn man ihren Standpunkt nicht teilt und – wie ich – mehr englisch als deutsch bloggt.

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  3. Pingback: Bildung 2.0: Wir sind Aktive Lerner! #Tipps - Systematisch KaffeetrinkenSystematisch Kaffeetrinken

  4. Ich kann Ihnen voll und ganz zustimmen. Twitter wird gerade in Deutschland von vielen als Marketing-Instrument immer noch unterschätzt. Wenn ich frage, wie Kunden auf mich aufmerksam geworden sind, dann höre ich immer häufiger die Antwort: Durch einen Ihrer Tweets.

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  5. Pingback: Social Media in Unternehmen: Enthusiasmus, Echtzeit, Engagement! #business15 - Systematisch KaffeetrinkenSystematisch Kaffeetrinken

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