Springe zum Inhalt

XING-Titelbild: Facelift mit viel Bild und weniger Daten.

... XING-Titelbild: Übersichtliche Visitenkarte, wenig Daten

Nach längerer Zeit hat XING dem individuellen Profil seiner Nutzer mal wieder ein größeres Facelift spendiert - Sie nennen es XING-Visitenkarte. Mehr Bild, klares Design und optimiert für mobile Geräte.

Das wurde auch Zeit und sieht schick aus. Die Änderungen des Profils konzentrieren sich beim aktuellen Facelift auf den oberen Bereich des XING-Profils, darunter bleibt alles beim Alten. Die wichtigste Neuerung: Das bekannte Profilfoto des XING-Mitglieds wird jetzt umrahmt durch ein Titelbild, wie man es aus anderen Plattformen wie Facebook und Twitter kennt, Premium-Mitglieder können es individualisieren (Sie merken es, XING möchte, dass Sie Premium-Mitglied sind!).

Einige andere Features des Profils sind im Rahmen der XING-Visitenkarte weggefallen, bei manchen bedauerlich wie zum Beispiel bei der Kontaktzahl des Mitglieds oder dem von mir so geliebten Profilspruch. Dazu unten im Beitrag mehr.

Schauen wir uns erst einmal das neue XING-Titelbild genauer an.

XING-Titelbild einfügen

Dass XING endlich ein Titelbild einführt, wie es bei Twitter, Facebook und Co. längst Standard ist, ist gut, denn damit kann jetzt auch visuell eine entsprechende Aussage über die Person mit dem Profil verknüpft werden.

Als Premium-Mitglied sollte man das XING-Titelbild auch individualisieren, denn sonst ist es grün im Profil (Basis-Mitglieder sehen so oder so grün):

... Profil in grün ohne XING-Titelbild

Das Einfügen des Titelbilds geht auch recht einfach, indem Sie auf Visitenkarte bearbeiten und im grünen Bereich rechts den Stift klicken. Als Bildformat fügen Sie am besten ein Foto im Format 1280 x 624 px ein.

XING-Titelbild auswählen - Was soll ich bloß anziehen?

XING ist ja nun ein Businessnetzwerk. Dass man ein entsprechend geeignetes Profilfoto wählt und nicht das Urlaubsfoto am Pool nutzt, hat sich mittlerweile herumgesprochen.

Aber wie ist es beim Titelbild? Hat es doch Panoramaformat und würde sich dementsprechend prima für Landschaftsbilder eignen. Möglicherweise eignet sich das Titelbild gar zum Menscheln und bietet - ähnlich wie das Portfolio - auch mal die Möglichkeit etwas Persönlicheres bei XING zu zeigen.

Natürlich kann man auch die sichere, rein geschäftliche Variante wählen, zum Beispiel ein Logo oder eine Ansicht des Firmengebäudes oder den Vortragsredner in Aktion. Bild- und Urheberrechte natürlich auch hier immer berücksichtigend. Der ab jetzt fehlende XING-Profilspruch wird sicher in dem einen oder anderen Titelbild eingearbeitet werden.

Drei Beispiele für das neue XING-Titelbild

Kollege Martin Salwiczek hat fürs erste das Foto unseres Bildungszentrums eingefügt:

 

XING-Experte Joachim Rumohr hat eine typische berufliche, wenngleich augenzwinkernde Situation seines Alltags gewählt:

 

Und ich? Ich hab vorerst mal eine persönliche, wenngleich fotogene Variante gewählt: Das Duisburger Tiger and Turtle. So sieht jeder, auch welcher Ecke ich komme:

Was fehlt im neuen XING-Profil?

Natürlich werden bei einem Facelift oft auch Dinge wegrationalisiert, so auch hier beim neuen XING-Profil. Mir sind diese Dinge aufgefallen:

  • Die Anzahl der Kontakte ist im besuchten Profil nicht mehr zu finden. Das ist schade. Bei Premiummitgliedern können Sie die Kontaktzahl dennoch finden, wenn Sie sie über die Suche aufrufen. Diesen Hack hatte ich bereits in diesem Beitrag beschrieben.
  • Der XING-Profilspruch fehlt in der neuen Version. Auch das ist bedauerlich, weil über den Profilspruch textlich Individuelles mitgeteilt werden konnte, was der Leser auf den ersten Blick erschliessen konnte. Ich wünsch mir darum den Profilspruch zurück. Allerdings ist ohnehin damit zu rechnen, dass der Inhalt des Profilspruchs bei vielen Mitgliedern im Titelbild wieder auftaucht.
  • Sie können Kontaktdaten nicht mehr exportieren aus dem Profil der Desktopvariante heraus. TIPP: Aus der App geht's, zumindest beim iPhone.
  • Der Aktivitätenindex ist weg. Das finde ich persönlich weniger bedauerlich, hatte doch der durchschnittlich aktive Nutzer schnell die 100 Prozent erreicht und der Wenignutzer diesen Index hoffentlich ohnehin schon ausgeblendet.
  • Das Kategorisieren oder Verschlagworten – neudeutsch Taggen – von Mitgliedern geht auf dem neuen Profil nicht mehr. Allerdings geht dies nachwievor in der Ansicht Kontakte, wie der Tipp von Constanze Wolff zum Kategorisieren der XING-Kontakte beschreibt.

Weiteren Infos zur neuen XING-Visitenkarte finden sich übrigens im XING-Blog und in deren FAQ zu den Änderungen.

Fazit zur neuen XING-Visitenkarte

Dass die Kontaktzahl, der Profilspruch und die Möglichkeit, auf dem Profil des Mitglieds zu taggen, verschwunden sind, ist beim neuen XING-Profil unbefriedigend, man gelobt aber noch Nachbesserung. Wenn die fehlenden Features reanimiert oder nachgeliefert werden, ist das überarbeitete XING-Profil ein gelungenes Facelift, besonders, auch weil dadurch auch die Mobil- und Stationär-Ansicht vereinheitlicht werden. Und schick sieht es aus, das Titelbild macht das Profil noch persönlicher – wenn man es denn nutzt. Auch die Aufwertung der Visitenkartenansicht ist positiv zu bewerten, wenn man sich die Mühe macht, seine Einträge einmalig nachzuarbeiten.

Für Sie als Nutzer gilt also die Aufforderung:

Pimpen Sie mal wieder Ihr XING-Profil!

EDIT: Drüben im LVQ-Blog hat Martin Salwiczek detailliert untersucht, welche Bedeutung die Umstellung auf die XING-Visitenkarte für Jobsuchende in der Phase der Bewerbung hat:
Die neue XING-Visitenkarte für die Jobsuche

Alle Bilder sind Screenshots bei XING.com

Der Autor: Lars Hahn ist der Entdecker von 'Systematisch Kaffeetrinken' und Social Media Enthusiast. Hier bloggt er persönlich. Als Geschäftsführer der "LVQ Weiterbildung gGmbH" beschäftigt er sich mit Weiterbildung, Recruiting, Arbeitsmarktthemen, Karriereberatung und Social Media.

3 Gedanken zu „XING-Titelbild: Facelift mit viel Bild und weniger Daten.

  1. Dieter-Michael Last

    Wieder mal eine gute und klare Zusammenfassung. Danke Herr Hahn.

    Allerdings vermisse ich den Hinweis auf die fünf Bilder oder womit man die Visitenkarte sonst noch individualisieren kann. Bei XINg habe ich dazu einiges gelesen, aber ganz ehrlich nicht verstanden.

    Überhaupt, auch diesmal ist die Kommunikation zu dem neuen Feature eine einzige Katastrophe. XING eben...

    Also, was ich bisher verstanden habe:
    1. Basis-Mitglieder haben haben so ein hellgrünes »Backblech« als Titelbild.
    2. Premium-Mitglieder haben zunächst mal das dunklere grün mit dem typischen leichten XING-Verlauf, wie Sie es ganz oben auch zeigen. Dies kann aber durch ein eigenes Titelbild individualisiert werden.
    3a. ?-Mitglieder können den grünen Standard statt durch ein Titelbild durch bis zu fünf Fotos oder Elemente ersetzt werden.
    3b. Diese detailliertere Individualisierung soll wohl früher oder später das Portfolio ersetzen.
    4. Die Umstellung passiert nach und nach. Wer noch nicht umgestellt ist (zum Beispiel ich), sieht die bereits umgestellten Profile immer noch in der alten Version, kann sich also keinen Eindruck davon machen, wie was genau wirkt und aussieht.

    Wenn ich irgendwo irre, bitte ich Sie, mich zu korrigieren.

    Beste Grüße
    Dieter-Michael Last

    Antworten
  2. Lars Hahn

    Hallo Herr Last,

    Sie wissen möglicherweise mehr als ich. 3a. ist mir nicht recht bekannt. Ansonsten gilt: Warten aufs "Rollout". ;-)

    Nebenbei: Immerhin kommuniziert XING per Blog und FAQ. Außerdem sogar in der Community. Das kenne ich von LinkedIn, Facebook, Twitter, Instagram, Whatsapp etc. nicht.
    Die oft ändern einfach und man merkt es per Zufall. Zuckerbergs kürzliche Bekanntmachung ist da eher die Ausnahme.

    Ich find eher den Wegfall der oben genannten Features schade. Aber vielleicht tut sich da noch was.

    Liebe Grüße!
    Lars Hahn

    Antworten
  3. Pingback: Der Social Media Newsletter von heute (18.01.2018) - floriankohl.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Indem Sie diese Webseite besuchen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. weitere Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Schließen