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15 Jahre XING. 3 Tipps, wie Sie das Businessnetzwerk effizient nutzen. #XING15

Das Businessnetzwerk XING wird 15.
Das Businessnetzwerk XING wird 15.

Das deutsche Businessnetzwerk XING ist jetzt 15 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

Im Herbst 2003 unter dem Namen Open Business Club (Open BC) gegründet, hat sich XING einen festen Platz unter den sozialen Netzwerken erobert und vielen Unkenrufen zum Trotz gegenüber der internationalen Konkurrenz behauptet.

Viele andere deutsche Netzwerke haben das nicht geschafft: StudiVZ und Co. sind schon lange von der Bildfläche verschwunden, das sehr private „wer kennt wen“ kennt heute längst keiner mehr.

In diesem Beitrag lesen Sie, weshalb ich die Geschichte von XING anders als die anderen deutschen Social Networks nach wie vor als Erfolgsstory sehe. Sie erfahren in 3 Tipps, wie Sie das Businessnetzwerk effizient nutzen.

Meine Anfänge mit dem Businessnetzwerk XING

Im Jahr 2004 war ich auf meiner letzten Jobsuche. Das war eine Zeit, in der die papierende Bewerbungsmappe immer noch eine große Bedeutung hatte. Zwar forderten schon manche Unternehmen ganz verwegen: „Bewerbung jetzt auch per E-Mail möglich“, der C4-Briefumschlag mit der Duraclip-Mappe war aber noch durchaus geläufig.

Neben meiner Stellensuche per Mappe und Stellenbörsen war ich auf der Suche nach alternativen Wegen. Verdeckter Stellenmarkt, Netzwerken, Kontakte knüpfen.

Open BC, bevor es XING hieß!
Open BC, bevor es XING hieß!

„Probier doch mal Open BC!“ meinte da eine Freundin. „Das ist was ganz neues: Ein berufliches Netzwerk im Internet.“ Gesagt, getan – registriert und losgelegt! Open BC war mein Einstieg in die Welt der Social Media.

Auch wenn wir damals so ziemlich unter uns waren: Keine 500.000 Mitglieder vermeldete Open BC, der Vorläufer von XING Ende 2004 (heute sind es 15.000.000). Schnell wurde mir damals jedoch schon das Potential eines auf berufliche Zwecke konzentrierten sozialen Netzwerks klar:

  • Vernetzung mit anderen Berufstätigen und Geschäftskontakten
  • Netzwerkeffekt mit Kontakten 2. Grades „Kennst Du einen, der einen kennt“
  • Recherche-Möglichkeiten nach Region, Branche, Funktion etcera
  • Schnell auch Diskussionforen und nach beruflichen Kritierien relevante Gruppen
  • Schließlich kein Schnickschnack wie Urlaubsfotos und Katzenbilder
2006: Aus Open BC wird XING.
2006: Aus Open BC wird XING.

Mit der Umbenennung in XING, der Erweiterung durch die Übernahme von kununu, XING-Events, diverse Jobbörsen-, Lebenslauffunktionen und schließlich mit der Schaffung einer Content-Formate wie Klartext und XING-spielraum hat sich das Businessnetzwerk XING zum börsennotierten Unicorn gemausert.

Allen regelmäßigen Unkenrufen zum Trotz haben die internationalen Mitstreiter in Blau es nicht vermocht, XING ins Aus zu drängen. Das 2011 gegründete Google Plus, das ja auch als beruflich nutzbare Plattform gestartet wurde, wird gar demnächst abgeschaltet. Während XING lebt.

Erfolgsstory XING?

Aktuell liest man im Web wieder vermehrt Klagen, dass XING zu wenig social sei, dass technologische die Innovationen eher bei anderen zu finden seien. Deshalb sei XING über kurz oder lang auf dem absteigenden Ast.

Aber stimmt das denn? Oder ist gar das Gegenteil der Fall?

Ich finde, XING spiegelt die deutsche Social-Media-Seele einfach gut wider und wird sich deshalb zumindest noch sehr lange halten können. Gerade das, was manche Social-Media-Power-User zum Teil nachvollziehbar an XING bemängeln, macht die Stärke des Businessnetzwerkes aus:

  • Beständigkeit: XING ändert nicht alle Nase lang seine Funktionen. Was ich gestern lernte, ist nicht heute komplett anders. Man könnte es gar positiv sehen, dass XING kürzlich die Möglichkeit des Bild-Hochladens in den Newsstream per App als Innovation pries. 2018.
  • Verlässlichkeit: Gerade nach den NSA-Datenangriffen und in Zeiten der DSGVO ist XING in Sachen Datenschutz und Datensicherheit für viele eine sichere Bank. Als deutsches Unternehmen mit Sitz in Hamburg und Zusammenarbeit (!) mit Datenschutzbeauftragten und deutschen Universitäten in Sachen Datensensibilität genießt XING einfach Vertrauen, das die amerikanischen Plattformen nie erhalten werden.
  • Seriösität: „XING ist Social Media für Social-Media-Skeptiker“ sagte einmal Lars Hahn aus Essen (und wurde den Spruch nicht mehr los). Gerade für zurückhaltene User, ganz gleich, ob Unternehmer, Personalentscheider, Bewerber oder gar Behördenmitarbeiter bedeutet das seriöse Businessnetzwerk XING oft die Grenze des Zumutbaren an Social Media.

Möglicherweise ist XING eben gerade so erfolgreich, weil es versteht, wie viele deutsche Nutzer ticken: Vorsichtig, prüfend und datensparsam.

Wie Sie XING effektiv und effizient nutzen

In diesem Blog finden Sie bereits viele Tipps, wie Sie XING beruflich erfolgreich nutzen können. Viele aktuelle Tipps finden Sie überdies im Blog „Das perfekte XING-Profil“ von Constanze Wolff und natürlich von Martin Salwiczek: XING (nicht nur) für Jobsuchende drüben im LVQ-Karriereblog.

In den vergangen Monaten habe ich allerdings nochmal meine Wahrnehmung geschärft, wofür XING so effektiv genutzt werden kann. Damit Sie das auch effizient machen können, verrate ich Ihnen drei Tipps.

3 Tipps für die effektive und effiziente Nutzung von XING

1. Visitenkarte ist alles.

Wie fast überall: Die meisten Menschen lesen die Überschriften und die Einleitung. Bei XING ist das die Visitenkarte. Sie bestimmt auch, wie Sie in den Suchergebnissen innerhalb der XING-Suche oder gar außerhalb bei Google zu finden sind. Daher ist die optimale Darstellung in der Visitenkarte oberstes Gebot.

2. Recherche ist die halbe Miete.

Viele haben ihr Profil im Netzwerk, that’s it. Und wundern sich, wenn dann nichts passiert. Dabei besteht für mich der größte Nutzen der Businessnetzwerke in den vielen zugänglichen Daten für die Mitglieder: XING ist Big Data für den Anwender. Über Recherche und erweiterte Suche kommen Sie an Informationen über Unternehmen, Branchen und Trends, die Sie sonst nirgends finden. Sie müssen die Recherchefunktionen nur aktiv nutzen.

3. Folgen Sie den Trends.

Gerade bei aller Informationsflut im Internet per Twitter und Co.: Bei XING geht es fokussiert um berufliche Themen und Trends wie zum Beispiel Karriere, Führung und Arbeitswelt. Gerade die Plattform XING-Spielraum mit ihren New Work-Trends lohnt es sich zu abonnieren. Die Neuigkeiten genannte Timeline ist für mich täglich einer der Informationsquellen, die nach wie vor viele geschäftliche und berufliche Informationen für mich bereit hält.

Aktuell befasst sich XING zum 15. Jubiläum mit der #ZukunftderArbeit. Gemeinsam mit dem Trendforscher Peter Wippermann haben sie mit Hilfe der Daten des Netzwerkes und Befragung von Mitgliedern und Personalern 15 Trends zur Zukunft unserer Arbeitswelt herausgearbeitet. Das Ergebnis ist ein durchaus lesenswertes, kostenlos downloadbares Trendbook „Die 15 wichtigsten Trends zur Arbeitswelt der Zukunft“. Hier sei nur so viel verraten: Wie zu erwarten bestimmen Digitales und New Work die Trends.

Und jetzt Sie!

Welche Erfahrungen haben Sie in den letzten 15 Jahren mit XING gemacht?

Welche Tipps haben Sie zur effektiven und effizienten Nutzung des Netzwerks?

(Disclaimer: Beim Businessnetzwerk XING schreibe ich ab und zu als einer der fast 200 XING-Insider regelmäßig Beiträge. Meinen Premium-Account zahle ich allerdings selbst. ;-))

2 Gedanken zu „15 Jahre XING. 3 Tipps, wie Sie das Businessnetzwerk effizient nutzen. #XING15

  1. Marc Mertens

    Ich werde langsam alt, da mich dein Hinweis auf "OpenBC" wieder daran erinnerte, wie lange ich dort schon meine Abogebühren bezahle. Aber ich sehe es genauso wie du, dass man auch mal dem vermeintlichen Underdog aus Deutschland konkret bzw. finanziell unterstützen kann. Es muss nicht alles kostenlos sein und nicht immer muss es ein US-IT-Internet-Produkt sein; geht auch mal ganz gut mit Software aus Deutschland.

    Und der Killerspruch schlechthin: soll erstmal jemand aus Deutschland kommen und diesen Erfolg nachmachen. Dann kann man immer noch fröhlich weitermeckern, dass angeblich andere Plattformen immer besser wären. Denn im Jammern sind wir Deutschen tatsächlich Weltmeister! ;-))

    Antworten

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